Neuss: Rathaus Promenade erhält Signet „Neuss barrierefrei“

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Neuss – Als 25. in Neuss und ers­tes Gebäude der Stadt erhält das Rathaus Promenade das Signet „Neuss barrierefrei“. 

Das gelb-​weiße Signet an der Eingangstür signa­li­siert, dass ein so gekenn­zeich­ne­tes öffent­li­ches Gebäude, etwa ein Supermarkt, eine Arztpraxis oder eben das Rathaus Promenade, von allen Menschen ohne Einschränkung genutzt wer­den kann – ins­be­son­dere von Menschen mit Behinderung.

Wir sind stolz, das erste städ­ti­sche Gebäude aus­zeich­nen zu dür­fen und wol­len wei­ter­hin daran arbei­ten, öffent­li­che Gebäude von Barrieren zu befreien und allen Menschen zugäng­lich zu machen.“, freut sich Bürgermeister Reiner Breuer über die Signetverleihung.

In dem his­to­ri­schen Gebäude waren die gefor­der­ten Maßnahmen umfang­reich und die Umsetzung nicht immer ein­fach. In enger Zusammenarbeit haben das Amt für Soziales, Wohnen und Rettungswesen und das Gebäudemanagement Neuss Lösungen ent­wi­ckelt, die eine Verleihung des Signets mög­lich machen.

Behindertenbeauftragter Max Fischer (l.) und Projektleiter
Harald Jansen vom Amt für Soziales, Wohnen und Rettungswesen (r.) über­ga­ben das Signet an Bürgermeister Reiner Breuer (2.v.r.) und Sozialdezernent Ralf Hörsken. Foto: Stadt

In einem Treppenhaus etwa wur­den die ein­zel­nen Holz-​Handläufe des alten Geländers auf­wen­dig durch Maßanfertigungen ver­bun­den, so dass sich seh­be­ein­träch­tigte Personen bes­ser ori­en­tie­ren kön­nen. Der Aufzug wurde mit einer Sprachansage nach­ge­rüs­tet und die Beschilderung opti­miert. Das bereits vor­han­dene bar­rie­re­freie WC wurde eben­falls den Anforderungen ent­spre­chend umge­baut. Zudem steht das „Rathaus Promenade“ unter Denkmalschutz, der bei den erfor­der­li­chen Maßnahmen zusätz­lich beach­tet wer­den musste.

Insgesamt war ein Budget von rund 50.000 Euro erfor­der­lich. Bereits vor eini­gen Jahren hat sich Neuss auf den Weg gemacht Barrieren in der Stadt abzu­bauen. Als erste Kommune in NRW wurde daher die ursprüng­lich aus Berlin stam­mende Aktion über­nom­men. Auch andere Kommunen in der Region wie Kaarst und Meerbusch haben das Signet übernommen.

Um das Signet zu bekom­men, muss ein Antrag beim Amt für Soziales, Wohnen und Rettungswesen gestellt wer­den. Die Objekte wer­den von ehren­amt­li­chen Teams begut­ach­tet, die vor allem aus Menschen mit Behinderungen bestehen. Diese kön­nen als „Experten in eige­ner Sache“ am bes­ten beur­tei­len, ob auch Menschen mit Behinderung in einem öffent­lich zugäng­li­chen Gebäude gut zu Recht kom­men können.

Die Barrierefreiheit öffent­lich zugäng­li­cher Gebäude hilft dabei letzt­lich nicht nur Menschen mit Behinderungen, son­dern vie­len wei­te­ren Menschen, etwa Eltern mit Kinderwagen. Und Sozialdezernent Ralf Hörsken weißt dar­auf hin, dass „nicht ”Randgruppen´, son­dern Menschen aus der Mitte unse­rer Gesellschaft von Barrierefreiheit pro­fi­tie­ren. Jeder von uns kann in der nächs­ten Stunde zum Betroffenen wer­den, denn Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit.“

Seit Beginn der Aktion haben sich in der Quirinusstadt 90 Antragsteller aus den ver­schie­dens­ten Bereichen (Einzelhandel, Dienstleistung, Gesundheitswesen) um das Signet „Neuss bar­rie­re­frei“ beworben.

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