Meerbusch: Nahverkehr muss als Verkehrssystem ver­stan­den werden

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Das Busnetz in Meerbusch müsse als Verkehrssystem geplant wer­den, die Planung alleine nach Strecken führe zu fal­schen Ergebnissen – so die Ökologisch-​Demokratische Partei (ÖDP) auf einer Sitzung des Kreisvorstands in Meerbusch.

Nahverkehrssysteme, die sich alleine an der Auslastung von Einzelstrecken ori­en­tiert, füh­ren zu unzu­rei­chen­den Lösungen und hal­ten Bürger davon ab, öffent­li­che Verkehrsmittel zu nut­zen. Dies ist die Überzeugung der ÖDP in Meerbusch.

Nutzen Bürger ein Nahverkehrssystem, so nut­zen sie kei­nes­falls nur ein­zelne Strecken. Vielmehr befah­ren sie ein Streckennetz. Auch nicht-​ausgelastete Teilstrecken tra­gen dazu bei, das Gesamtnetz aus­zu­las­ten. Steigt ein Bürger ins Auto, weil eine Teilstrecke nicht oder nicht aus­rei­chend bedient wird, so ist er für die gesamte Fahrstrecke ver­lo­ren und nicht nur für die schein­bar unaus­ge­las­tete Teilstrecke.

Die Diskussion um die Haltestellen des Busses 829 ist nach Meinung der ÖDP ein Beleg dafür, dass die Nahverkehrsplanung in Meerbusch von einem völ­lig fal­schen und ver­al­te­ten Verkehrsmodell aus­geht. Hier sei ein Umdenken von der Einzelstreckenbetrachtung zu einer Optimierung der Gesamtlinienführung erforderlich.

Wichtig hier­bei ist die Erkenntnis, dass auch vor­der­grün­dig wenig aus­ge­las­tete Verbindungen einen wesent­li­chen Beitrag zur Gesamtnutzung des Netzes leis­ten. Ihr Wegfall würde dann ins­ge­samt zu einer Mindernutzung des öffent­li­chen Nahverkehrs führen.

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