Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ver­leiht den Verdienstorden des Landes

Die Staatskanzlei teilt mit: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat 26 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-​Westfalen aus­ge­zeich­net.

Im Rahmen einer Feierstunde im Museum Kunstpalast in Düsseldorf ver­gab die Ministerpräsidentin diese her­aus­ra­gende Auszeichnung des Landes Nordrhein-​Westfalen und wür­digte den Einsatz und die Leistungen aller Ordensträgerinnen und Ordensträger:

Prof. Dr. Gerhard Heusch wurde von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-​Westfalen aus­ge­zeich­net. Foto: Land NRW /​R. Sondermann

Wir ehren heute Menschen, die sich in den unter­schied­lichs­ten Bereichen enga­gie­ren, sich für andere Menschen und das Gemeinwohl ein­set­zen. Ihre außer­ge­wöhn­li­chen Leistungen, oft über Jahrzehnte hin­weg, haben unser Land berei­chert“, sagte die Ministerpräsidentin.

An die Ausgezeichneten gewandt sagte Hannelore Kraft wei­ter: „Sie sind Menschen, die für Werte ein­ste­hen, die nicht von oben ver­ord­net wer­den kön­nen, son­dern nur im Alltag gelebt wer­den müs­sen: soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz, Zivilcourage und Respekt. Sie leben diese Werte. Dafür danke ich Ihnen.“

Der Verdienstorden des Landes ist im März 1986 aus Anlass des 40. Geburtstages des Landes Nordrhein-​Westfalen gestif­tet wor­den. Er wird an Bürgerinnen und Bürger als Anerkennung ihrer außerordent­lichen Verdienste für die Allgemeinheit ver­lie­hen. Die Zahl der Landesorden ist auf 2.500 begrenzt. In den Jahren sei­nes Bestehens sind bis­her knapp 1.500 Frauen und Männer mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-​Westfalen aus­ge­zeich­net wor­den.

Die Ministerpräsidentin über­reichte die Orden an:
(Anmerk. de. Red.: An Personen aus dem Rhein-​Kreis Neuss)

  • Prof. Dr. Gerhard Heusch, Neuss

Laudatio, Professor Dr. Gerd Heusch, Neuss

Lieber Herr Prof. Heusch, vor gut vier Jahren sind wir uns schon mal bei einer Ordensverleihung begeg­net. Damals konnte ich Ihnen das Bundesverdienstkreuz am Bande über­rei­chen. Ihre Verdienste sind seit­dem nicht gerin­ger gewor­den. Im Gegenteil: Sie hel­fen uns wei­ter dabei, bes­ser zu ver­ste­hen, wie Herzinfarkte behan­delt und hof­fent­lich sogar ver­mie­den wer­den kön­nen.

Denn Gerd Heusch hat viel dazu bei­ge­tra­gen, dass Mediziner einen aku­ten Herzinfarkt heute bes­ser behan­deln kön­nen als noch vor weni­gen Jahren. Er hat inten­siv zu den lang­fris­ti­gen Ursachen von plötz­li­chen Infarkten geforscht und dazu, wo wir bei die­sen Ursachen am bes­ten anset­zen kön­nen.
Lieber Herr Heusch, Ihr beruf­li­ches Engagement geht Hand in Hand mit dem ehren­amt­li­chen Einsatz für die Medizin. Sie sind seit vie­len Jahren im wis­sen­schaft­li­chen Beirat der „Deutschen Herzstiftung“ aktiv und set­zen sich natür­lich auch dort für die Herzgesundheit ein.

Als Sprecher des zustän­di­gen Fachkollegiums bei der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ sor­gen Sie dafür, dass die bes­ten Forschungsprojekte zum Thema Herzgesundheit auch die nöti­gen Mittel für ihre Arbeit bekom­men.

Ja, lie­ber Herr Heusch, Sie sind einer der Spitzenforscher in unse­rem Land. Immer wie­der umwor­ben von Spitzeninstituten auf der gan­zen Welt, gott­lob nicht abge­wor­ben. Sie sind Nordrhein-​Westfalen in Ihrer lan­gen und beein­dru­cken­den Karriere immer treu geblie­ben.

Das ist für uns in Nordrhein-​Westfalen ein Grund für große Dankbarkeit und ja, auch Stolz. Stolz dar­auf, dass ein Forscher wie Sie bei uns tätig ist. Und Dankbarkeit für das, was Sie zum Wohl so vie­ler Menschen in unse­rem Land und welt­weit geleis­tet haben. Deshalb freue ich mich sehr, Ihnen heute den Verdienstorden des Landes Nordrhein-​Westfalen zu über­rei­chen.“

Zitat Stadt Neuss:
Bürgermeister Reiner Breuer gra­tu­lierte dem Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Pathophysiologie am Universitätsklinikum Essen. Die Auszeichnung bekam Heusch für sein umfas­sen­des beruf­li­ches Engagement und sei­nen Einsatz im Lions Club Neuss für die „Aktion Schmetterling“. Die setzt sich für den Sport Behinderter und Projekte mit Kindern aus schwie­ri­gem Umfeld ein. „Ich freue mich sehr, dass ein so enga­gier­ter Neusser mit dem Verdienstorden des Landes geehrt wird.“ so Breuer.

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