Meerbusch: Feuerwehr – Vor zehn Jahren – Orkan Kyrill sorgt für Einsatzrekord

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Heute vor genau zehn Jahren bescherte der Orkan Kyrill Meerbusch einen der ein­satz­reichs­ten Tage seit Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch. 

Insgesamt 220 Einsätze galt es in 24 Stunden zu bewäl­ti­gen. Zu Höchstzeiten des Orkans waren alle abruf­ba­ren Feuerwehrkräfte und fast jedes ver­füg­bare Fahrzeug im Einsatz.

Ein Feuerwehrmann wurde bei einem Einsatz in Lank von einem Baum getrof­fen und musste mit Prellung an Schultern und Beinen ins Krankenhaus ein­ge­lie­fert wer­den. Er konnte glück­li­cher­weise das Krankenhaus noch am sel­ben Abend ver­las­sen. (Fotos: Ffw Meerbusch)

Die Einsatzschwerpunkte lagen bei der Beseitigung von Gefahren durch wind­schiefe Bäume oder bereits umge­stürzte Bäume, sowie losen Ästen. Oftmals waren es Tannen, die den orkan­ar­ti­gen Böen nicht Stand hiel­ten. Zahlreiche Bäume droh­ten auf Wohnhäuser oder Garagen zu kip­pen. Einige fie­len auf geparkte PKW und beschä­dig­ten diese teil­weise erheblich.

Viele Notrufe gin­gen auf Grund von losen Dachziegeln und Dachverkleidungen aller Art ein. Durch die frü­hen Warnungen hat­ten die meis­ten Bürger lose Gegenstände im Vorfeld gesi­chert. Ein außer­ge­wöhn­li­cher Einsatz fand am Osterather Kirchplatz statt. Dort drohte das ca. 50kg schwere Kreuz samt Hahn vom Kirchturm der katho­li­schen Kirche zu fal­len. Der Kirchplatz wurde weit­räu­mig abge­sperrt. Mit Hilfe der Drehleitern aus Büderich und der Feuerwache wurde am Sturmabend ver­sucht das schon abge­knickte Kreuz zu ent­fer­nen. Dies machte der hef­tige Wind jedoch nicht mög­lich. So blieb der Kirchplatz bis zum Morgen das nächs­tens Tages gesperrt. Erst um 10.45 Uhr war es den Einsatzkräften – unter Beobachtung zahl­rei­cher Schaulustiger mög­lich – dass Kreuz zu lösen und vom Kirchturm zu entfernen.

Die K‑Bahn-​Strecke zwi­schen Düsseldorf und Krefeld musste in Höhe von Haus Meer gesperrt wer­den, da drei Bäume auf die Schienen und die Oberleitung gefal­len waren. Ebenso an der Haltestelle Landsknecht.

In Langst-​Kierst wurde das halbe Dach eines Mehrfamilienhauses durch den Sturm abge­deckt. Mehrere Straßen muss­ten zur Sicherheit vor umstür­zen­den Bäumen und wäh­rend der Feuerwehrarbeiten gesperrt wer­den. Dadurch kam es zu erheb­li­chen Behinderungen im Straßenverkehr.

Bei den Feuerwehreinsätzen blieb es, bis auf den ver­letz­ten Feuerwehrmann, bei Sachschäden. 2014 sollte das Meerbuscher Stadtgebiet, und ins­be­son­dere der Stadtteil Büderich, von einem ähn­lich star­ken Sturmereignis heim­ge­sucht wer­den. Am Pfingstmontag und den dar­auf fol­gen­den Tagen lie­fen bei der Feuerwehr in Meerbusch 150 unwet­ter­be­dingte Einsatzmeldungen auf.

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