Neuss: Erster Fall von Vogelgrippe in Düsseldorf – Stadt infor­miert über Vorsichtsmaßnahmen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Am gest­ri­gen Dienstag, 10. Januar 2017, hat sich in Düsseldorf der Verdacht eines Falls von Vogelgrippe bei einem toten Schwan bestä­tigt. Damit kommt der für Tiere gefähr­li­che Typ H5N8 auch der Stadt Neuss näher. 

Das nimmt die Stadtverwaltung zum Anlass, über Vorsichtsmaßnahmen zu infor­mie­ren. Da der Rhein den Zugvögeln als Route dient, soll­ten Hundehalter ins­be­son­dere am Rhein auf­merk­sam sein. Die Vögel fres­sen und ras­ten auf den Rheinwiesen, daher ist hier von einem erhöh­ten Infektionsrisiko auszugehen.

Sowohl für das Stadtgebiet in Neuss als auch für das FFH-​Gebiet in Uedesheim und Grimmlinghausen besteht eine Anleinpflicht für Hunde. Nicht nur Hunde dür­fen dort grund­sätz­lich nicht frei herum lau­fen, vor­sorg­lich wer­den auch die Halter von Freigänger-​Katzen dar­auf hin­ge­wie­sen, den Auslauf ihrer Tiere ein­zu­schrän­ken. Hunde und Katzen kön­nen sich zwar nicht anste­cken, aber es sollte ver­mie­den wer­den, dass tote auf­ge­fun­dene Vögel ver­schleppt werden.

Die Gefahr einer Infektion mit dem hoch­pa­tho­ge­nen Vogelgrippevirus wird für den Menschen als gering ein­ge­schätzt. Tot auf­ge­fun­dene Vögel soll­ten aber den­noch nicht ange­fasst wer­den. Die Stadtverwaltung appel­liert an die Einhaltung oben genann­ter Regeln, damit die Vogelgrippe an Neuss vor­über zieht.

Sollte auch hier ein ers­ter Fall auf­tre­ten, sind auf­wän­dige Maßnahmen erfor­der­lich. In dem Fall wür­den dann Sperrbezirke ein­ge­rich­tet und Vögel dürf­ten nicht aus dem Bestand gebracht wer­den. Im Sperrbezirk müss­ten Tierhalter sicher­stel­len, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe wirk­same Desinfektionsmittel auf saug­fä­hi­gen Bodenmatten aus­ge­legt wer­den. Fleisch und Erzeugnisse aus Fleisch, das von Geflügel aus dem Beobachtungsgebiet her­ge­stellt wurde, dürf­ten nur mit Genehmigung des Veterinär- und Gesundheitsamt des Rheinkreis Neuss aus der Zone gebracht werden.

Meldungen zu Fundorten von tot auf­ge­fun­de­nen Vögeln – sämt­li­che Geflügelarten wie Enten, Gänse, Schwäne, Teichhühner, Fasane, Rebhühner sowie Greifvögel – soll­ten direkt an das Kreisveterinäramt (Tel. 02181/​6013901) gehen. Andere Vogelarten sind für das Virus weni­ger emp­fäng­lich, daher müs­sen diese toten Tiere nicht gemel­det werden.

Die Mitarbeiter wer­den die Tiere abho­len und unter­su­chen las­sen. Am Wochenende und nach Dienstschluss nimmt die Leitstelle der Feuerwehr (Tel. 02131/​1350) die Anrufe ent­ge­gen. Von dort wer­den der Transport und die wei­tere Untersuchung der Tiere veranlasst.

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