Dormagen wid­met Helmut Schmidt einen Platz – eine der ers­ten Städte

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – „Rate den Mitbürgern nicht das Angenehmste, son­dern das Beste.“ Das ist nur einer von vie­len klu­gen Sätzen, die Helmut Schmidt der Nachwelt hin­ter­las­sen hat. 

Zu Ehren des frü­he­ren Bundeskanzlers hat der städ­ti­sche Planungsausschuss beschlos­sen, den Marktplatz in Dormagen umzu­be­nen­nen. „Wir gehö­ren damit bun­des­weit zu den ers­ten Städten, die Helmut Schmidt eine Straße oder einen Platz wid­men. Auf diese Art wol­len wir an einen all­seits aner­kann­ten Politiker erin­nern, der uns mit sei­nem pflicht­be­wuss­ten Handeln auch heute noch ein Vorbild gibt“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Auf die Adressen der Anwohner hat die Umbenennung keine Auswirkung.

Der Marktplatz heißt ab dem 26. April Helmut-​Schmidt-​Platz. Auf die Adressen der Anwohner hat das keine Auswirkung. Foto: Stadt

In einer Feierstunde am Mittwoch, 26. April, um 18 Uhr wer­den die neuen Namensschilder am Marktplatz ent­hüllt. Als Ehrengast wird daran auch der ehe­ma­lige Vize-​Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Franz Müntefering, als lang­jäh­ri­ger Weggefährte Helmut Schmidts in Bundestag und Partei teil­neh­men. Er erklärte sich dar­über hin­aus bereit, anschlie­ßend in der benach­bar­ten Stadtbibliothek aus den Werken Schmidts vor­zu­le­sen. „Alle inter­es­sier­ten Bürger sind sowohl zu der Feierstunde als auch zu der Lesung ein­ge­la­den“, so Lierenfeld.

Am 10. November 2015 war Helmut Schmidt im Alter von 96 Jahren in sei­nem Haus in Hamburg-​Langenhorn ver­stor­ben. Hohe Anerkennung hatte der Sozialdemokrat bereits 1962 als Krisenmanager bei der Sturmflut in Hamburg gewon­nen. Von 1974 bis 1982 war er deut­scher Bundeskanzler. Nach dem Ende sei­ner Regierungszeit erlangte er als „Elder Statesman“ breite Popularität und war bis zu sei­nem Tod Mitherausgeber der Wochenzeitschrift „Die Zeit“.

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