Dormagen: Bunte Schmetterlinge erin­nern an unge­bo­rene Kinder

Dormagen – Einen Ort der Trauer bietet die Stadt Dormagen auch allen Eltern, die ihr Kind schon sehr früh durch eine Fehlgeburt oder einen Schwangerschaftsabbruch verloren haben.

Eine Bestattungspflicht besteht in diesen Fällen nicht. Seit 2005 können die Eltern ihr ungeborenes Baby aber auf dem „Schmetterlingsfeld“ beisetzen lassen, das auf dem Friedhof an der Mathias-Giesen-Straße eingerichtet wurde. Die Anregung dazu gab damals die Initiative „Schmetterlinge“ aus Neuss. Die Bestattungen auf dem Grabfeld sind anonym. Damit die Erinnerung an das Kind aber erhalten bleibt, haben die Eltern ab sofort die zusätzliche Möglichkeit, einen Schmetterling aus Holz mit einem Stab in die Erde zu stecken.

„Wir haben diese Figuren von den Behindertenwerkstätten WFB des Kreises Mettmann in Langenfeld anfertigen lassen. Die Eltern können sich die Schmetterlinge bei uns abholen und sie dann nach ihren eigenen Vorstellungen bemalen“, erklärt Angela Schiffer von der Friedhofsverwaltung bei den Technischen Betrieben Dormagen. Auf Wunsch kann auch der Name, den das Kind erhalten hätte, auf dem Schmetterling verewigt werden.

Die Figuren sind kostenfrei – wie auch die Bestattungen auf dem Schmetterlingsfeld. Das Angebot richtet sich an alle Hinterbliebenen der seit 2005 beigesetzten Kinder. Die Friedhofsverwaltung befindet sich im Technischen Rathaus an der Mathias-Giesen-Straße 11, Zimmer 2.30, und telefonisch unter 02133/257-863 erreichbar. Foto: Stadt

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