Rhein-​Kreis Neuss: Kreisveterinäramt emp­fiehlt – Tiere nicht spon­tan zu Weihnachten verschenken

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Hundewelpen oder Katzenbabys sind vom Umtausch aus­ge­schlos­sen. Zu Weihnachten soll­ten sie nur ver­schenkt wer­den, wenn alle Fragen rund um die spä­tere Pflege des Haustiers geklärt sind.

Dr. Frank Schäfer, Leiter des Kreisveterinäramtes, rät beim Kauf leben­der Haustiere zu beson­de­rer Umsicht: „Einerseits pro­fi­tie­ren Kinder mit Sicherheit davon, mit Haustieren auf­zu­wach­sen. Andererseits kann eine häu­fig unüber­legte Anschaffung für Mensch und Tier ernste Folgen haben.“

Seine Erfahrung: Die neuen Tierbesitzer sind schnell über­for­dert, da die Haltung eines Tieres neben Spaß und Freude auch immer eine große Verantwortung bedeu­tet. Deshalb soll­ten fol­gende Fragen geklärt wer­den, bevor ein Tier ins Haus kommt: Wer küm­mert sich darum, dass der neue Mitbewohner bewegt, gepflegt und gefüt­tert wird? Wer säu­bert das Gehege, den Käfig oder das Katzenklo und bringt das Tier bei Bedarf zum Tierarzt? Wer ist im Urlaub zuständig?

Die Experten vom Veterinäramt des Rhein-​Kreises Neuss haben in den letz­ten Jahren häu­fig erlebt, dass nicht erwünschte Tiere nach Weihnachten in den Tierheimen abge­ge­ben werden.

Jeder, der sich für ein Tier ent­schei­det, sollte beden­ken, dass man­che Haustiere ein statt­li­ches Alter errei­chen kön­nen. So wer­den Papageien oder Schildkröten meh­rere Jahrzehnte alt. Auch eine Katze kann bis zu 20 Jahre alt wer­den. Wichtig ist dar­über hin­aus die Frage: Passen Mensch und Tier über­haupt zuein­an­der? Hamster sind zum Beispiel für Kinder nicht unbe­dingt geeig­net, weil sie nacht­ak­tiv sind.

Die Vertreter des Veterinäramtes emp­feh­len, sich vor dem Haustierkauf dar­über zu infor­mie­ren, wie hoch die lau­fen­den Kosten sind. Hilfe bei der Beantwortung all die­ser Fragen geben unter ande­rem Tierheime, Fachverbände und auch Fachbücher. 

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