Rheinbahn: Reaktion auf Fahrgasteingaben und ein über­schwap­pen­des Sauberkeitsproblem

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rheinbahn: Es wurde ein­fach zu viel des Schlechten: Fahrgäste monier­ten es, das Qualitätsmanagement schlug Alarm, den Reinigungskolonnen in Bussen und Bahnen wuch­sen Hörner, unsere Kollegen in der Sattlerei befie­len spon­tane Seelen-​Plaque, Gemütsherpes und gerech­ter Zorn:

In der Vergangenheit hat die kaf­fee­braune Fleckensauerei auf Bus- und Bahnsitzen, ver­ur­sacht durch ste­hen gelas­sene oder nicht genü­gend beauf­sich­tigte Coffee-​to-​go-​Becher zuge­nom­men – und nervt den Fahrgast wie den Rheinbahner. Schmutzschuhe auf Saubersitzen tun ihr Übriges.

Die Zunahme des Problems wuchs im Gleichtakt mit den gras­sie­ren­den Kaffeebud‘-Eröffnungen, von wo aus das kof­fe­in­be­dürf­tige Publikum sich sei­nen Braunbrühe-​Sud mit auf die wei­tere Reise nimmt – und die nicht ganz aus­ge­trun­ke­nen Reste ein­fach in den Rheinbahn-​Fahrzeugen ste­hen­lässt. Dort selbst sie bei der nächs­ten star­ken Bremsung oder ein­fach schon bei der nächs­ten Anfahrt umkip­pen, alle dort Sitzenden und alles Umliegende sowie den Boden besab­beln, besu­deln, befle­cken! Hinzu kom­men nied­li­che Schmutzfüße, die es ok fin­den, ihre Mauken auf den Sitz gegen­über zu fläzen.

Der Rheinbahn waren das Anlässe genug, zu reagie­ren, den Fahrgästen bei­zu­sprin­gen, sich des Problems zu erweh­ren und die schlab­bernde oder ein­fach nur ver­gess­li­che Fahrgastschar zu bit­ten, ihre Trinkbecher – bitte schön! bitte gleich! – mit­zu­neh­men, wenn sie aus­stei­gen (am bes­ten natür­lich, sie erst gar nicht mit an Bord zu nehmen).

Die Aufkleber gegen den aus­lau­fen­den „Kaffee-​Klatsch“ stel­len in Rot und Grün den „Coffee to go“ dem „Coffee no go!“ gegen­über und ermun­tern ab sofort den rei­sen­den Kaffeekonsumenten, so hof­fen Rheinbahn wie Fahrgäste, seine flüs­si­gen Abfälle mit aus dem Bus oder aus der Bahn zu neh­men und ihn dort wegzuschmeißen.

Dem Teil der Kunden, der trotz guter Kinderstube immer noch unten und oben ver­wech­selt, sol­len Fuß‑, Schuh- und Pfoten-​Piktogramme augen­fäl­lig aus­ein­an­der­kla­mü­sern, wo der rechte und der linke Fuß gemein­hin hin­ge­hö­ren: auf den Boden der Tatsachen und nicht auf die Ruhepolster für der Fahrgäste … Leibesmitte.

(Vielleicht das noch, für den fin­di­gen Menschen, der meint, wir soll­ten doch ein­fach nur Abfalleimer in unse­ren Fahrzeugen auf­stel­len, schon sei das Problem kei­nes mehr: Das erlaubt der Brandschutz nicht.)

(4 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)