Meerbusch: Stadtverwaltung – Umfangreiche Infos über Winterdienst und Straßenreinigung

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Schnee gab es in Meerbusch im November und Dezember bis­lang nicht – wohl aber fros­tige Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. 

Für den Winterdienst des städ­ti­schen Bauhofes bedeu­tet das schon jetzt etli­che Streueinsätze – zumeist in aller „Herrgottsfrühe”, wenn nötig auch am Wochenende.

Wo wird wann gestreut? Wie sehen die Prioritäten aus? Die Straßen, die in der Reinigungspflicht der Stadt lie­gen, sind in so genannte Streu- und Räumstufen ein­ge­teilt (rot = höchste Priorität, braun = nied­rigste Priorität). Rot mar­kiert sind in den Einsatzplänen „gefähr­li­che und ver­kehrs­wich­tige Stellen”, hier tref­fen die Streuwagen zuerst ein. Die Ortsdurchfahrten der Landes- und Kreisstraßen sind unter „Priorität blau” ein­ge­stuft. In der Rangordnung fol­gen unter der Farbe Grün Straßen, die zu Gewerbegebieten füh­ren, Straßen mit Linien- oder Schulbusverkehr, mit beson­de­rer Bedeutung für Rettungsfahrzeuge und Fußgängerzonen. In Straßen der Kategorie „braun” – zum Beispiel Anliegerstraßen und Tempo-​30-​Zonen – fährt der Räum- und Streudienst nur in kli­ma­ti­schen Ausnahmefällen – zum Beispiel bei Eisregen.

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Soweit sie Straßenreinigungspflicht haben, sind natür­lich auch die Anwohner zum Winterdienst ver­pflich­tet. In der Zeit von 7 Uhr bis 20 Uhr gefal­le­ner Schnee und ent­stan­dene Glätte sind unver­züg­lich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach Entstehen der Glätte zu besei­ti­gen. Nach 20 Uhr gefal­le­ner Schnee und ent­stan­dene Glätte müs­sen bis zum Morgen des dar­auf­fol­gen­den Tages geräumt oder gestreut sein – und zwar werk­tags bis 7 Uhr, sonn- und fei­er­tags bis 9 Uhr.

Wichtig: Die Verwendung von Salz oder sons­ti­gen auf­tau­en­den Mitteln ist in Meerbusch grund­sätz­lich ver­bo­ten. Nur in Ausnahmefällen (z. B. Eisregen) oder an gefähr­li­chen Stellen (Treppen oder Tiefgaragenzufahrten) dür­fen Privatleute Salz ver­wen­den. Als Alternative emp­fiehlt der Stadtbauhof abstump­fende Mittel wie Sand oder Granulat.

Zum Winterdienst, aber auch zum Thema „Straßenreinigung” ins­ge­samt hat die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite www​.meer​busch​.de umfang­rei­che Informationen, Regeln und natür­lich auch die Reinigungstermine zusam­men­ge­stellt. Unter der Stichwortsuche „A bis Z – Straßenreinigung” fin­det sich eine lange Liste der meist gestell­ten Bürgerfragen mit den fach­ge­rech­ten Antworten.

Gefegt wer­den die Meerbuscher Straßen je nach Bedeutung jede Woche oder alle 14 Tage – sofern die Reinigung nicht auf die anlie­gen­den Grundstückseigentümer über­tra­gen ist. Die Kehrmaschine ist nach fol­gen­dem Plan unter­wegs, Arbeitsbeginn ist jeweils um 6 Uhr morgens:

  • mon­tags: Büderich (west­lich der L137 außer Meererbusch), Strümp, Langst-​Kierst, Nierst und Ilverich.
  • diens­tags: Osterath
  • mitt­wochs: Büderich (öst­lich der L137 und Meererbusch)
  • don­ners­tags: Lank-​Latum und Ossum-Bösinghoven

Welche Straße wann genau gerei­nigt wird, kann im Internet im eigens hin­ter­leg­ten Straßenverzeichnis indi­vi­du­ell ein­ge­se­hen wer­den. Die Radwege im Stadtgebiet sind alle vier Wochen an der Reihe.

Zum Ende des Herbstes hat sich das Thema „Laub” auch in Meerbusch weit­ge­hend erle­digt. „Das Laub, das Hausbesitzer jetzt noch auf ihrem Grundstück und auf dem Gehweg davor zusam­men­keh­ren, muss nach wie vor pri­vat ent­sorgt wer­den – auch wenn es von Straßenbäumen stammt”, betont Stadtsprecher Michael Gorgs. Blätterberge vom Bürgersteig kur­zer­hand in den Rinnstein oder in öffent­li­che Beete zu fegen und auf Kosten der Allgemeinheit ent­sor­gen zu las­sen, sei verboten.

Denn die immer noch ver­brei­tete Angewohnheit, Laub nach der „Ex-​und-​Hopp-​Methode” los zu wer­den, habe unan­ge­nehme Folgen: Die Blätterfracht bleibt für die städ­ti­sche Kehrmaschinenliegen und muss zusätz­lich ent­sorgt wer­den, was Mehrkosten ver­ur­sacht. Ein wei­te­rer uner­freu­li­cher Nebeneffekt: Laubhaufen im Rinnstein las­sen das Regenwasser nicht mehr rich­tig ablau­fen, sie ver­stop­fen die Straßensenken oder auch die Ansaugstutzen der Kehrmaschine.

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