Jüchen: Hilfetelefon – „Wir bre­chen das Schweigen“

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Jüchen – Mit Blick auf den 25. November, an dem die Gleichstellungsstelle der Gemeinde Jüchen für eine Woche die Fahne als Zeichen gegen Gewalt an Frauen hisst, möch­ten die bei­den Gleichstellungsbeauftragten auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ 08000 116 016 auf­merk­sam machen.

Das Hilfetelefon ist 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr erreich­bar. Ebenfalls kön­nen sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozia­len Umfeld über die Online-​Beratung unter www​.hil​fe​te​le​fon​.de durch Fachkräfte bera­ten las­sen. Die Beratung erfolgt anonym, kos­ten­los, bar­rie­re­frei und wird in 15 Fremdsprachen angeboten.

Gewalt an Frauen ist ein aktu­el­les Thema. Jede dritte Frau erlebt min­des­tens ein­mal in ihrem Leben Gewalt. Über das Thema wird oft geschwie­gen, da sich die Betroffenen scheuen, Rat und Hilfe ein­zu­ho­len. Oft aus Scham, aber auch weil sie nicht wis­sen, an wen sie sich ver­trau­ens­voll wen­den kön­nen, ver­schwei­gen sie lie­ber ihr Leid.

Zwischen März 2013 und Oktober 2016 waren beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bun­des­weit 100.729 Beratungskontakte per Telefon, Chat und E‑Mail zu ver­zeich­nen. In die­sem Jahr ist bis­lang ein Anstieg von 25% an Beratungen im Vergleich zum Vorjahr fest­zu­stel­len. Besonders häu­fig war häus­li­che Gewalt Anlass der Gespräche. In vie­len Fällen hat­ten die Anruferinnen noch nie mit jeman­dem über ihre Situation gesprochen.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig ruft daher zur bun­des­wei­ten Mitmachaktion „Wir bre­chen das Schweigen“ auf. Daher bezie­hen auch die bei­den Gleichstellungsbeauftragen Silke Rafaneli und Ursula Schmitz Position und möchte zei­gen, dass es wich­tig ist, öffent­lich über die Thematik „Gewalt gegen Frauen“ zu spre­chen und nicht zu igno­rie­ren. Den Betroffenen kann nur gehol­fen wer­den, wenn sie sich ent­we­der selbst bera­ten las­sen oder aus dem Umfeld Rat ein­ge­holt wird. Umso wich­ti­ger ist, dass die Hilfetelefonnummer bekannt gemacht wird.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist im Bundesamt für Familie und zivil­ge­sell­schaft­li­che Aufgaben (BAFzA) ange­sie­delt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziert.

Weitere Auskünfte ertei­len die bei­den Gleichstellungsbeauftragten Silke Rafaneli und Ursula Schmitz unter der Tel.-Nr. 02165 /​915 – 3206 oder 5005 bzw. unter gleichstellung@juechen.de.

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