Rhein-​Kreis Neuss: Vogelgrippe – Bisher keine Stallpflicht aber Eilverordnung zu mehr Schutzmaßnahmen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Schutzvorkehrungen zur Eindämmung der Vogelgrippe in Deutschland wer­den ausgeweitet. 

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-​Kreises Neuss weist dar­auf hin, dass seit heute (21.11.) auch klei­nere Betriebe Sicherheitsmaßnahmen tref­fen müs­sen. Grund ist eine Eilverordnung von Bundesagrarminister Christian Schmidt. Der Inhalt ist auf der Homepage des Rhein-​Kreises Neuss unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​t​i​ere, Rubrik „Formulare + Publikationen“ zu finden.

Die Verordnung rich­tet sich an alle Geflügelhalter mit bis zu 1.000 Stück Geflügel und hat das Ziel, auch bei klei­nen Haltungen den Eintrag des Vogelgrippevirus durch Wildvögel zu ver­hin­dern. Eckpunkte der Verordnung sind eine erwei­terte Dokumentationspflicht, die Sicherung der Ställe gegen unbe­fug­ten Zutritt, das Bereithalten von Schutzkleidung für betriebs­fremde Personen und eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe. Im Rhein-​Kreis Neus gilt dies für alle der ins­ge­samt rund 1 200 Geflügelhaltungen.

Nach dem Ausbruch des Vogelgrippe-​Virus H5N8 in Norddeutschland und am Bodensee sind jetzt wei­tere Bundesländer betrof­fen. Auch in Nordrhein-​Westfalen wur­den zwei Vogelgrippe-​Fälle bei toten Wildvögeln bestä­tigt: bei einem Bussard bei Xanten (Kreis Wesel) sowie bei einer Ente an einem See zwi­schen Dortmund und Hagen. Der Erreger ist für Menschen unge­fähr­lich, stellt aber eine erheb­li­che Bedrohung für Hausgeflügelbestände dar. Im Rhein-​Kreis Neuss gibt es bis­her noch kei­nen bestä­tig­ten Fall von Geflügelpest.

Im Sinne der Tiergesundheit und der Seuchenbekämpfung ist es jetzt beson­ders wich­tig, eine Ausweitung der Vogelgrippe auf das Hausgeflügel zu ver­hin­dern“, betont Dr. Frank Schäfer, Leiter des Veterinäramtes des Rhein-​Kreises Neuss. Auch wenn bis­her noch keine Stallpflicht im Rhein-​Kreis Neuss vor­ge­schrie­ben ist, emp­fiehlt er Geflügelhaltern, jeg­li­chen Kontakt zwi­schen Hausgeflügel und Wildvögeln zu ver­mei­den. „Die wir­kungs­vollste Vorbeugemaßnahme gegen die Vogelgrippe ist, die Tiere soweit wie mög­lich in geschlos­se­nen Ställen zu hal­ten“, so der Experte.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt appel­liert an alle Halter von Rebhühnern, Perlhühnern, Wachteln, Puten, Fasanen, Enten, Gänsen und Tauben – auch an die Halter nur ein­zel­ner Tiere –, ihrer Anzeigepflicht gegen­über dem Kreisveterinäramt nach­zu­kom­men. Nur so könne die Behörde im Ernstfall schnell und gezielt reagieren.

Für wei­ter­ge­hende Informationen zum Thema Vogelgrippe ver­weist das Veterinäramt auf die Internetseite des Friedrich-​Loeffler-​Instituts (FLI): www​.fli​.de.

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