Jüchen: Tipps zur Abfallvermeidung

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – In der Zeit vom 19. bis 27. November 2016 fin­det Europas größte Kommunikationskampagne für Abfallvermeidung, die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV), statt. 

Tausende öffent­li­cher Aktionen zei­gen bereits zum sieb­ten Mal euro­pa­weit Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf.

Auch die Gemeinde Jüchen betei­ligt sich mit der Aktion „Digitale Informationsvermittlung zum Thema Abfallvermeidung”. Die BürgerInnen kön­nen sich wäh­rend die­ses Zeitraumes zum Thema Abfallvermeidung auf der Facebook-​Homepage und auf der Infotafel im Rathaus infor­mie­ren, um eine aktive Abfallvermeidung zu leben.

2016-11-21_jue_ewwr_logoWir unter­stüt­zen die Kampagne, um für einen nach­hal­ti­gen Umgang mit Produkten zu wer­ben. Abfallvermeidung fängt oft im Kleinen an. Häufig kann jeder Einzelne schon eine Menge errei­chen, dar­auf wol­len wir mit der digi­ta­len Informationsvermittlung auf­merk­sam machen.“, sagt Klimaschutzmanager Martin Schursch.

Für Deutschland ist dies ein beson­ders wich­ti­ges Thema, denn in kei­nem ande­ren Land der Europäischen Union fal­len so große Mengen Verpackungsmüll an. Außerdem ste­hen Themen wie Lebensmittelverschwendung, Wiederverwendung sowie die Umwelterziehung im Fokus.

Weitere Informationen kön­nen der Facebook-​Seite der Gemeinde oder den Infotafeln im Rathaus ent­nom­men werden.

Nachfolgend die bes­ten 10 Tipps:

  1. Mehrweg statt Einweg

Einmal benutzt und weg damit! Das pas­siert, wenn Einweg-​Produkte benutzt wer­den. Das dies nicht res­sour­cen­scho­nend sein kann, ist nach­voll­zieh­bar. Mehrweg-​Produkte kön­nen hin­ge­gen mehr­mals wie­der­ver­wen­det wer­den. Mehrwegflaschen kön­nen im Mittel bis zu 50mal wie­der befüllt werden.

  1. Plastiktüte ade, Jutebeutel juhe

Jeder Deutsche ver­braucht im Schnitt 76 Plastiktüten im Jahr. Diese wer­den aus Erdöl her­ge­stellt und benö­ti­gen viel Energie bei der Herstellung. Nach Verwendung lan­den sie bes­ten­falls im Mülleimer, im schlimms­ten Fall in der Natur. Um dies zu ver­mei­den, soll­ten Stoffbeutel, Einkaufskörbe, Einkaufsnetze oder andere Transportgegenstände ver­wen­det werden.

  1. Das zweite Leben von Produkten – Flohmärkte, Secondhand-​Läden und Onlinebörsen

Nicht immer müs­sen Produkte des Alltags neu gekauft wer­den. Kleinprodukte, wie z.B. CD’S, Filme, Bücher, Geschirr und Besteck, kleine Elektrogeräte fin­den sich stets auf Flohmärkten, in Secoundhand-​Läden oder Onlinebörsen. Diese Varianten bie­ten die Möglichkeit gezielt nach Produkten zu suchen, von denen sich andere gerade tren­nen wol­len. In aller Regel sind diese Produkte noch voll ein­satz­fä­hig. Gleichzeitig sind diese Produkte auch wesent­lich preis­wer­ter als ein Neukauf.

  1. Wenn die Augen grö­ßer sind als der Magen

Beim Lebensmitteleinkauf sollte dar­auf geach­tet wer­den, nicht unnö­tige Angebote in XXL-​Verpackungen zu kau­fen, nur weil mög­li­che Rabatte locken. Denn was nicht geges­sen wird oder auf­be­wahrt wird, lan­det im Müll. Damit kann das angeb­li­che Schnäppchen doch teu­rer wer­den und es wird zusätz­li­cher Abfall produziert.

  1. Nachfüllpackungen statt Einwegverpackungen nutzen

Kleine Produkte sind fein, aber sie benö­ti­gen, auf die Verpackung bezo­gen, einen grö­ße­ren Materialeinsatz, als bei gro­ßen Produkten. Daher soll­ten Produkte ver­wen­det wer­den, die nach­ge­füllt wer­den kön­nen. Hierzu gehö­ren z.B. Seife oder Shampoo.

  1. Akkus nut­zen und leere Batterien zurückgeben

Trotz vie­ler Sammelboxen für Batterien wer­den nur ein Drittel der ver­kauf­ten Batterien zurück­ge­ge­ben. Der Rest lan­det, trotz Verbot, im Hausmüll. Bei der Verarbeitung des Hausabfalls wer­den dann die schäd­li­chen Stoffe wie Nickel, Cadmium und Quecksilber frei­ge­setzt. Der Nachteil nor­ma­ler Batterien ist der nur ein­ma­lige Einsatz. Ein Aufladen ist nicht mög­lich. Daher soll­ten wie­der­ver­wend­bare Akkus ein­ge­setzt wer­den. Diese kön­nen viele hun­dert Male wie­der auf­ge­la­den werden.

  1. Wiedersehen macht Freude

Wie viele Dinge braucht man nur ein­mal im Jahr und lässt sie sonst in der Ecke lie­gen? Die Nutzung einer Bohrmaschine dau­ert in der Regel nur wenige Minuten und danach wird sie nicht mehr benö­tigt. Dafür viel Geld zu inves­tie­ren, lohnt sich nicht. Daher bie­ten viele Baumärkte die Möglichkeit, Handwerker-​Maschinen zu lei­hen. In ande­ren Bereichen ist eben­falls das Leihen von Produkten möglich.

  1. Brotbüchse statt Alufolie 

Wer sein Essen stets in Alufolie oder Backpapier ein­packt, ver­ur­sacht jedes Mal einen klei­nen Abfallhaufen. Brotbüchsen sind nicht nur prak­tisch, son­dern schüt­zen das Essen bes­ser und sind nach dem Auswaschen wiederverwendbar.

  1. Frisch gekauft statt schweißverpackt

Bei Einkauf im Supermarkt sollte auf den Einsatz von Plastiktüten ver­zich­ten wer­den. Nicht jedes Lebensmittel muss in einer sepa­ra­ten Plastiktüte ein­ge­packt wer­den. Die meis­ten Produkte kön­nen auch an der Kasse gewo­gen wer­den. Auch sollte ein Einkauf auf dem Wochenmarkt ins Auge gefasst wer­den. Hier kön­nen die Sachen sicher im Korb mit­ge­nom­men werden.

  1. Und zum Schluss kommt noch der Rest

Was fängt man mit drei Kartoffeln, einer hal­ben Zwiebel und einer Handvoll Erdnüsse an? Dies sind zu wenig Lebensmittel um ein ordent­li­ches Rezept zum Kochen zu fin­den und zu viel, um es in den Bioabfall zu wer­fen. Hierfür gibt es Restekochbücher die genau hier­auf eine kuli­na­ri­sche Antwort lie­fern. Hierdurch hal­ten nicht nur neue Essenskreationen Einzug in den Haushalt, son­dern auch die Abfallvermeidung.

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