Neuss: Landesprogramm Gute Schule 2020 – Impulse für die Neusser Schullandschaft

Neuss – Rund 7,2 Millionen Euro erhält die Stadt Neuss in den nächsten vier Jahren aus dem zwei Milliarden Euro starken Förderprogramm des Landes NRW „Gute Schule 2020“.

Das Gute daran für die Kommunen ist: Die Gemeinschaftsaktion der NRW.Bank mit dem Land NRW macht zins- und tilgungsfreie Kredite möglich. SPD-Fraktionsvorsitzender Arno Jansen: „Die Stadt Neuss muss also nur gute Ideen einbringen, die Bezahlung übernimmt das Land.“

Die SPD-Fraktion hat sich jetzt im Zuge ihrer Haushaltsberatungen zur Verteilung der Mittel positioniert. Dabei sind sich Arno Jansen und die Vorsitzende des Schulausschusses Gisela Hohlmann einig, dass bei der Mittelverteilung die Anforderungen der Schulentwicklung über die ganze Stadt betrachtet im Fokus stehen müssen. Hohlmann: „Wichtig ist, dass wir die Mittel gerade dort einsetzen, wo sie in ihrer Wirkung der Neusser Schullandschaft insgesamt positive Impulse geben.“

Die Gesamtschule in Norf soll dem Bedarf entsprechend einen Erweiterungsbau für insgesamt sechs Eingangsklassen erhalten.

Für die Karl-Kreiner-Grundschule in der Nordstadt sieht die SPD-Fraktion einen Anbau als Containerersatz sowie einen zusätzlichen Zug vor, mit dem auch gemeinsames Lernen in inklusivem Unterricht ermöglicht werden soll. Noch zuletzt Anfang 2015 hat die schwarz/grüne Ratskoalition einen Antrag der SPD in diese Richtung abgelehnt.

Allen Maßnahmen rund um den Ausbau sollen extern an einen Generalunternehmer vergeben werden.

Über einen Neubau der Dreikönigenschule, zurzeit noch untergebracht im Hammfeld, am alten Standort an der Weberstraße kann aus Gisela Hohlmanns Sicht erst „verlässlich und zukunftssicher entschieden werden, nachdem wir Klarheit haben, wie es im Bereich des notwendigen Ausbaues an Schulplätzen in der Sekundarstufe I weitergehen wird.“

Darüber hinaus schätzt die SPD-Fraktion die Baukosten auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Konsequenz: Das Programm Gute Schule 2020 würde für nur eine einzige Maßnahme vollständig in Anspruch genommen.

Fraktionschef Arno Jansen ergänzt, dass „wir ebenso die städtebauliche Entwicklung im Alexianer-Viertel und den damit möglicherweise entstehenden Bedarf an einer weiteren Grundschule in diesem Bereich einplanen müssen.“

Die Herbert-Karrenberg-Schule an der Neusser Weyhe, nach Umbau und Sanierung inzwischen fusioniert mit der ehemaligen Förderschule Am Wildpark in Selikum, soll nach den Vorstellungen der SPD-Schulpolitiker schnellstmöglich in die Trägerschaft des Rhein-Kreises Neuss übergehen. Unter dem Dach des Kreises befinden sich kreisweit bereits sieben weitere Förderschulen. Hierdurch sehen die SPD-Schulpolitiker eine Möglichkeit zur dauerhaften Entlastung des Haushaltes für den Schulbereich.

Komplettiert wird das Paket mit der Schließung von letzten Versorgungslücken im Breitbandausbau in den Neusser Schulen.

„Mit den Mitteln aus dem Landesprogramm können wir die Schulentwicklung in unserer Stadt nachhaltig stärken. Das funktioniert aber nicht nach dem „Wünsch Dir was“-Prinzip, Grundlage müssen vielmehr die aktuelle Auswertung der prognostizierten Schülerzahlen sein, wie sie sich auch aus dem Bedarf des Schulentwicklungsplans und dem Elternwillen heraus ergeben“, so Jansen und Hohlmann.

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