Neuss: Landesprogramm Gute Schule 2020 – Impulse für die Neusser Schullandschaft

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Rund 7,2 Millionen Euro erhält die Stadt Neuss in den nächs­ten vier Jahren aus dem zwei Milliarden Euro star­ken Förderprogramm des Landes NRW „Gute Schule 2020“. 

Das Gute daran für die Kommunen ist: Die Gemeinschaftsaktion der NRW​.Bank mit dem Land NRW macht zins- und til­gungs­freie Kredite mög­lich. SPD-​Fraktionsvorsitzender Arno Jansen: „Die Stadt Neuss muss also nur gute Ideen ein­brin­gen, die Bezahlung über­nimmt das Land.“

Die SPD-​Fraktion hat sich jetzt im Zuge ihrer Haushaltsberatungen zur Verteilung der Mittel posi­tio­niert. Dabei sind sich Arno Jansen und die Vorsitzende des Schulausschusses Gisela Hohlmann einig, dass bei der Mittelverteilung die Anforderungen der Schulentwicklung über die ganze Stadt betrach­tet im Fokus ste­hen müs­sen. Hohlmann: „Wichtig ist, dass wir die Mittel gerade dort ein­set­zen, wo sie in ihrer Wirkung der Neusser Schullandschaft ins­ge­samt posi­tive Impulse geben.“

Die Gesamtschule in Norf soll dem Bedarf ent­spre­chend einen Erweiterungsbau für ins­ge­samt sechs Eingangsklassen erhalten.

Für die Karl-​Kreiner-​Grundschule in der Nordstadt sieht die SPD-​Fraktion einen Anbau als Containerersatz sowie einen zusätz­li­chen Zug vor, mit dem auch gemein­sa­mes Lernen in inklu­si­vem Unterricht ermög­licht wer­den soll. Noch zuletzt Anfang 2015 hat die schwarz/​grüne Ratskoalition einen Antrag der SPD in diese Richtung abgelehnt.

Allen Maßnahmen rund um den Ausbau sol­len extern an einen Generalunternehmer ver­ge­ben werden.

Über einen Neubau der Dreikönigenschule, zur­zeit noch unter­ge­bracht im Hammfeld, am alten Standort an der Weberstraße kann aus Gisela Hohlmanns Sicht erst „ver­läss­lich und zukunfts­si­cher ent­schie­den wer­den, nach­dem wir Klarheit haben, wie es im Bereich des not­wen­di­gen Ausbaues an Schulplätzen in der Sekundarstufe I wei­ter­ge­hen wird.“

Darüber hin­aus schätzt die SPD-​Fraktion die Baukosten auf einen zwei­stel­li­gen Millionenbetrag. Konsequenz: Das Programm Gute Schule 2020 würde für nur eine ein­zige Maßnahme voll­stän­dig in Anspruch genommen.

Fraktionschef Arno Jansen ergänzt, dass „wir ebenso die städ­te­bau­li­che Entwicklung im Alexianer-​Viertel und den damit mög­li­cher­weise ent­ste­hen­den Bedarf an einer wei­te­ren Grundschule in die­sem Bereich ein­pla­nen müssen.“

Die Herbert-​Karrenberg-​Schule an der Neusser Weyhe, nach Umbau und Sanierung inzwi­schen fusio­niert mit der ehe­ma­li­gen Förderschule Am Wildpark in Selikum, soll nach den Vorstellungen der SPD-​Schulpolitiker schnellst­mög­lich in die Trägerschaft des Rhein-​Kreises Neuss über­ge­hen. Unter dem Dach des Kreises befin­den sich kreis­weit bereits sie­ben wei­tere Förderschulen. Hierdurch sehen die SPD-​Schulpolitiker eine Möglichkeit zur dau­er­haf­ten Entlastung des Haushaltes für den Schulbereich.

Komplettiert wird das Paket mit der Schließung von letz­ten Versorgungslücken im Breitbandausbau in den Neusser Schulen.

Mit den Mitteln aus dem Landesprogramm kön­nen wir die Schulentwicklung in unse­rer Stadt nach­hal­tig stär­ken. Das funk­tio­niert aber nicht nach dem „Wünsch Dir was“-Prinzip, Grundlage müs­sen viel­mehr die aktu­elle Auswertung der pro­gnos­ti­zier­ten Schülerzahlen sein, wie sie sich auch aus dem Bedarf des Schulentwicklungsplans und dem Elternwillen her­aus erge­ben“, so Jansen und Hohlmann.

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