Neuss: CDU – Erhöhtes Briefporto belas­tet Vereine

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die Deutsche Post hat seit Anfang des Jahres ihre Mailing-​Konditionen ver­än­dert. Die Preise für den Massenversand von Rundschreiben wur­den dadurch deut­lich erhöht. 

Immer mehr Vereine bekom­men das nega­tiv zu spü­ren. Die preis­werte „Infopost“, mit der schon kleine inhalts­glei­che Briefmengen ab 50 Stück güns­tig für nur 28 Cent je Brief ver­schickt wer­den konn­ten, wurde durch die „Dialogpost“ ersetzt.

Nun müs­sen min­des­tens 200 glei­che Sendungen ver­schickt wer­den. „Seit der Einführung die­ses Angebotes kla­gen ins­be­son­dere klei­nere Institutionen, Gruppierungen und Vereine. Da die nun gel­tende Mindestmenge von 200 Briefen nicht erreicht wird, stei­gen die Versandkosten im Vergleich zur alten Infopost.

Entweder müs­sen die Absender die feh­lende Stückzahl bezah­len oder die gesamte Sendung mit Normalporto (70 Cent) fran­kie­ren“, klagt der CDU-​Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings. „Vor allem klei­nere Organisationen mit gerin­gen finan­zi­el­len Mitteln wer­den stark belas­tet. Und nicht alle haben die Möglichkeit, auf den Versand von Einladungen oder Sitzungsunterlagen per E‑Mail auszuweichen.“

Mit dem Anliegen vie­ler Vereine haben sich Geerlings und sein Stadtratskollege Thomas Kaumanns an die Deutsche Post gewandt: „Wir haben die Deutsche Post gebe­ten, eine Rückkehr zur alten Regelung im Sinne der vie­len Ehrenamtlichen zu prü­fen“, so Kaumanns. Die inzwi­schen vor­lie­gende Antwort ist für die bei­den jedoch ernüch­ternd: Die Post beruft sich auf den Erfolg der „Dialogpost“ bei Unternehmen und Werbetreibenden, eine Änderung lehnt sie ab. „Dass Vereine und vor allem das Ehrenamt nega­tiv betrof­fen sind, scheint die Post über­haupt nicht zu interessieren.“

Wir blei­ben wei­ter am Ball“, ver­si­chern Geerlings und Kaumanns. Die bei­den unter­stüt­zen eine Initiative des CDU-​Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling, der bun­des­weit Beschwerden sam­melt und bün­delt. „In Neuss betrof­fene Vereine kön­nen sich gern an uns wen­den, dann rei­chen wir deren Anliegen nach Berlin wei­ter.“ Notfalls wol­len die bei­den auch Kontakt zu pri­va­ten Postdienstleistern auf­neh­men und mit ihnen über Alternativangebote ins Gespräch kommen.

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