Dormagen: Autobahnbeschilderung wirbt ab Dezember für Kloster Knechtsteden

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Ab Dezember wird Dormagen die erste Stadt im Rhein-​Kreis Neuss sein, die mit Hinweistafeln an der Autobahn gleich für zwei tou­ris­ti­sche Attraktionen wer­ben kann. 

Nach Zons erhält dann auch Kloster Knechtsteden eine Beschilderung. Bei einer Fachfirma in Wuppertal sind die fast vier Meter brei­ten und zwei­ein­halb Meter hohen Blechwände bereits ange­fer­tigt wor­den. Sie müs­sen jetzt nur noch an der A 57 in bei­den Fahrtrichtungen auf­ge­stellt werden.

Unsere Spendenaktion für die Schilder ist super erfolg­reich gelau­fen“, berich­tet Hermann-​Josef Lenz vom Förderverein für das Missionshaus. Insgesamt 19 000 Euro fal­len für die Herstellung, Montage und Wartung der brau­nen Info-​Tafeln an. In einer Gemeinschaftsinitiative mit der Stadt und der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen konnte der Vorstand des Fördervereins die­sen Betrag bin­nen eines hal­ben Jahres zusam­men­be­kom­men. Neben den Mitgliedern spen­de­ten dafür auch zahl­rei­che Bürger und Firmen oder erwar­ben die belieb­ten Anstecknadeln mit dem Logo des Autobahnschildes. „Hier zeigt sich erneut die enorme Verbundenheit mit Knechtsteden. Das Kloster ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, son­dern fes­ter Bestandteil unse­res Lebens in Dormagen“, bedankt sich Bürgermeister Erik Lierenfeld bei allen Unterstützern.

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Bei der Herstellerfiirma schau­ten sich Fördervereinsvorsitzender Hermann-​Josef Lenz, Bürgermeister Erik Lierenfeld, Stadtmarketingleiter Guido Schenk, Stadtpressesprecher Harald Schlimgen und der stell­ver­tre­tende Fördervereinsvorsitzende Willi Bednarcyk (von rechts) die fer­ti­gen Hinweistafeln für Kloster Knechtsteden an. Foto: Stadt

Mit der Beschilderung geht für den Förderverein und die Stadt ein lang­ge­heg­ter Wunsch in Erfüllung. Beide Partner ver­spre­chen sich davon eine wei­tere tou­ris­ti­sche Belebung des Klosters, denn rund 70 000 Fahrzeuge kom­men täg­lich auf der A 57 an den Tafeln vor­bei. „Dieser Effekt hat sich auch schon 2004 nach der Aufstellung der Zons-​Schilder gezeigt“, sagt Lierenfeld, der darin zugleich einen Imagegewinn für die gesamte Stadt Dormagen sieht.

Zusätzliche Besucher hel­fen uns dabei, die Grundlagen für den Erhalt der größ­ten mit­tel­al­ter­li­chen Klosteranlage im Erzbistum Köln lang­fris­tig zu stär­ken“, macht Fördervereinsvorsitzender Lenz deut­lich. Bereits 2010 stell­ten bei­den Partner des­halb einen ers­ten Antrag für die Hinweistafeln. Die zustän­di­gen Landesbehörden lehn­ten dies damals ab. Zur Begründung wurde eine man­gelnde über­re­gio­nale Bedeutung des Klosters ange­führt. Davon lie­ßen sich die Initiatoren vor Ort jedoch nicht abschre­cken und fass­ten in einem erneu­ten Antrag auf 18 Seiten noch ein­mal zahl­rei­che Argumente zusam­men. So zitierte der Förderverein ein Gutachten des Landschaftsverbandes Rheinlands, in dem zu der 1130 gegrün­de­ten Prämonstratenserabtei heißt: „Kloster Knechtsteden ist eines der gro­ßen Beispiele einer kir­chen­his­to­ri­schen Epoche und in fast allen Teilen noch gut erhal­ten. Im Vergleich ist es berech­tigt, bei­spiels­weise auf Kloster Maria Laach zu verweisen.“

Der zweite Anlauf führte schließ­lich zum Erfolg. Von der Bezirksregierung erhielt die Stadt Anfang des Jahres die Genehmigung für die Infotafeln. Eine Arbeitsgruppe aus Stadtmarketing, städ­ti­scher Öffentlichkeitsarbeit und dem Förderverein machte sich dann an die Umsetzung der Pläne ana­log dem Finanzierungsmodell für die Zons-​Beschilderung. Nach der Aufstellung der Tafeln wer­den alle Spender als Dankeschön zum Neujahrsempfang des Fördervereins am 15. Januar 2017 in Knechtsteden ein­ge­la­den. Dann kön­nen sie auch eine Führung durch das Kloster mit­er­le­ben. „Die Spendenbescheinigungen wer­den von uns jetzt eben­falls kurz­fris­tig ver­sandt“, kün­digt Lenz an.

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