Rhein-​Kreis Neuss: Vogelgrippe – Kreisveterinäramt emp­fiehlt Vorsichtsmaßnahmen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Für Geflügel in Risikoregionen in Nordrhein-​Westfalen hat das NRW-​Umweltministerium ab heute Stallpflicht angeordnet. 

Grund ist der Ausbruch des Vogelgrippe-​Virus H5N8 in Norddeutschland und am Bodensee. Der Rhein-​Kreis Neuss gehört nicht zu den Risikoregionen – also nicht zu den Gebieten mit star­kem Vogelzug. Dennoch bit­tet das Kreisveterinäramt alle Geflügelhalter, eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

So sollte nach Einschätzung von Kreisveterinär Dr. Frank Schäfer Kontakt zwi­schen Hausgeflügel und Wildgeflügel auf jeden Fall ver­mie­den wer­den. Dazu emp­fiehlt der Experte: „Wer Hausgeflügel hält, sollte die Tiere nur an Stellen füt­tern, die für Wildvögel nicht erreich­bar sind. Außerdem sollte das Hausgeflügel kein Oberflächenwasser trin­ken, zu dem Wildvögel Zugang haben.“ Darüber hin­aus soll­ten Futter und Einstreu für Wildvögel unzu­gäng­lich auf­be­wahrt werden.

Vorsorglich trifft das Kreisveterinäramt bereits Vorbereitungen für den Ernstfall. „Bestandsregister, Landkarten mit den Geflügelbeständen und Tierseuchenverfügungen wer­den aktua­li­siert und Personalressourcen über­prüft“, sagt Dr. Schäfer. Wenn die Stallpflicht auch für den Rhein-​Kreis Neuss kommt, darf Geflügel nur unter fol­gen­den Bedingungen außer­halb geschlos­se­ner Ställe gehal­ten wer­den: Die Tiere müs­sen unter einer Vorrichtung unter­ge­bracht wer­den, die aus einer über­ste­hen­den, nach oben gegen Einträge gesi­cher­ten dich­ten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Vögeln gesi­cher­ten Seitenbegrenzung bestehen muss. 

Bisher hat es noch kei­nen aktu­el­len H5N8-​Fall in NRW gege­ben. Eine Übertragung des aktu­el­len Vogelgrippe-​Virus auf den Menschen ist nach Expertenmeinung unwahrscheinlich. 

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