Neuss: Ehrenamtliches Engagement stär­ken – zen­trale Anlaufstelle im Rathaus schaf­fen

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Neuss – Die CDU-geführte Koalition will das ehrenamtliche Engagement der Neusserinnen und Neusser stärken und dafür eine zentrale Anlaufstelle im Rathaus einrichten.

Diese soll ehrenamtlich Engagierte bei der Bewältigung von rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen beraten. So mehrheitlich beschlossen im Sozialausschuss in der Sitzung am 10.11.2016.

Hauptaufgabe dieser Stelle soll die Koordination von Ansprechpartnern innerhalb der Stadtverwaltung und ggf. den städtischen Tochterunternehmen sein. „Wer etwa ein Straßenfest oder einen Sportwettkampf organisiert, soll sich nicht mehr am Telefon die Finger wund wählen und verschiedene Ansprechpartner suchen, sondern Hilfe aus einer Hand erhalten“, bringt der Initiator der Idee, Thomas Kaumanns, ein Beispiel. Darüber hinaus soll diese Stelle auf bestehende Angebote zur Beratung und Qualifizierung verweisen. Im Laufe der Zeit ist auch eine Handreichung angedacht, in der die Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengefasst werden („FAQ-Liste“).

„Ehrenamtliches Engagement hat in unserer Stadt eine große Tradition und Bedeutung. Tausende von Neusserinnen und Neussern engagieren sich in Kirchen, Vereinen oder Initiativen. Sie sind das Rückgrat der Gesellschaft“, erklären Anne Holt und Thomas Kaumanns, beide Mitglieder des Sozialausschusses und selber in verschiedenen Ehrenämtern tätig.

Das Ehrenamt unterliegt jedoch einem Wandel, wobei sich insbesondere zwei Tendenzen feststellen lassen:

Erstens wird das ehrenamtliche Engagement des Einzelnen flexibler. Menschen engagieren sich oftmals projektbezogen oder nur für eine kurze Zeit; oder sie ziehen Initiativen den klassischen Organisationsformen vor. Viele Engagierte können aufgrund ihres Berufs nur wenig Zeit investieren; „Fulltime-Ehrenamtler“ werden immer weniger. All diese Entwicklungen führen dazu, dass wichtiges Know-how im ehrenamtlichen Engagement verloren geht bzw. immer wieder neu erarbeitet werden muss.

Zweitens werden die rechtlichen Anforderungen an ehrenamtliches Engagement immer höher. Nur beispielhaft seien Sicherheitskonzepte oder Hygienevorschriften genannt. Die Struktur einer Kommunalverwaltung mit ihren Ämtern und Zuständigkeiten hingegen ist für Laien oftmals unverständlich. Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Vorgaben führen oft zu Frustration und Demotivation.

„Mit der zentralen Anlaufstelle wollen wir auf diese Entwicklungen reagieren und ehrenamtlich engagierten Neusserinnen und Neussern nach dem Prinzip eines „one-stop-shops“ helfen, damit sie sich voll und ganz auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können“, erklären Holt und Kaumanns abschließend.

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