Neuss/​Dormagen: Autobahnanschluss Delrath zur Verkehrsentlastung

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss, Dormagen – Mit dem Ziel, die kri­ti­sche Verkehrssituation im Neusser Süden zu ent­schär­fen, hat­ten die CDU-​Fraktionen der Bezirksausschüsse (BZA) Norf, Rosellen und Uedesheim im Sommer beschlos­sen künf­tig enger zusammenarbeiten. 

Gemeinsam mit dem Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke und dem CDU-​Vorsitzenden Dr. Jörg Geerlings wurde nun die ver­fah­rene Situation um die Autobahnanschlussstelle (AS) Delrath und der hohen Verkehrsbelastung der Zufahrtswege auf die A 46 bei Uedesheim inten­siv beraten.

Auf Einladung der drei Stadtverordneten Waltraud Beyen, Stefan Crefeld und Sven Schümann kamen neben dem Landrat, Jörg Geerlings und dem Vorsitzenden des Planungsausschusses, Karl-​Heinz Baum, über 20 CDU-​Mandatsträger aus Stadt und Kreis zusam­men. Hierbei wur­den dem Landrat sehr deut­lich die Sorgen der Bürger im Neusser Süden aufgezeigt.

Ausführlich schil­derte Petrauschke den Teilnehmern, wie seit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens durch den Kreis vor über zehn Jahren die Baumaßnahme in Verzug gera­ten ist. Damals sei noch gar nicht von einem inter­kom­mu­na­len Gewerbegebiet Silbersee die Rede gewe­sen, das heute ohne einen zusätz­li­chen Anschluss an der A 57 nicht rea­li­sier­bar sei. Bezüglich des GHC-​Gaslagers als mög­li­che Gefahrenquelle gebe es nur zwei Möglichkeiten: Verlagerung oder eine Interessensabwägung – und hier sieht der Landrat ins­ge­samt Widerstände in der Bezirksregierung.

Der Kreis setze nun auf das erneut gefor­derte Verkehrsgutachten, das eine aktu­elle und groß­räu­mig aus­ge­rich­tete Verkehrsuntersuchung beinhal­tet. Dadurch soll gegen­über der Bezirksregierung der Nachweis der ver­kehr­li­chen Notwendigkeit und der Alternativlosigkeit der geplan­ten AS Delrath als zwin­gen­des Verfahrenserfordernis unter­mau­ert werden.

Einig war man sich bei der Forderung, dass der Bau der geplan­ten Autobahnzufahrt in Delrath nicht län­ger ver­zö­gert wer­den darf. Entsprechend müsse jetzt der poli­ti­sche Druck auf die Düsseldorfer Regierungspräsidentin und auf den Landesbetrieb Straßenbau NRW, die beide ent­schei­dend für eine Genehmigung sind, erhöht wer­den, damit die anste­hen­den Daten nicht erneut Spinnweben ansetzen. 

Für den CDU-​Landtagskandidaten Jörg Geerlings ist es ent­schei­det, dass von Landesseite Bewegung in diese Frage komme und auch die bei­den Städte Neuss und Dormagen mit dem Kreis an einem Strang zie­hen. Die Städte könn­ten nicht mit der Vermarktung wei­te­rer Gewerbeflächen begin­nen, bevor eine Genehmigung des Autobahnanschlusses Delrath auf dem Tisch liege. Teilentwicklungen und Übergangslösungen seien nicht ver­tret­bar und wür­den wei­te­res Verkehrschaos ver­ur­sa­chen und die Menschen im Süden belasten.

Paul-​Heinz Kramp vom BZA Uedesheim brachte es auf den Punkt: Bereits heute sei das Verkehrsaufkommen auf der B9 von Dormagen zur Auffahrt A 46 mit einer Autobahn ver­gleich­bar. Alleine die Anzahl der täg­li­chen LKW stieg in den Jahren 2010 bis 2015 im Durchschnitt von 307 auf 710 (131,3 % Zunahme). Der aktu­elle Beschluss des Kreisausschusses gehe in die rich­tige Richtung, um für Entlastung zu sorgen.

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