Neuss: Hochwasserschutzübung

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Im Neusser Stadtgebiet gibt es ins­ge­samt 31 Hochwassertore, die bei stei­gen­dem Rhein-​Pegel nach­ein­an­der geschlos­sen wer­den müs­sen. Am Samstag, 12. November 2016, fin­det eine Übung zum Hochwasserschutz statt. 

Die Hochwasserschutz-​Tore befin­den sich in den Deichen und in den Hochwasserschutzmauern. Sie sind alle durch­num­me­riert und die Nummern ent­spre­chen der tat­säch­li­chen Schließfolge im Hochwasserfall.

So wird das erste Hochwassertor, das Deichtor Nummer 1 in Uedesheim, bei einem Pegel von 10,10 Meter geschlossen.

Am Samstag wird das Tor Nummer 13 geschlos­sen, wel­ches im Hochwasserfall als 13. Tor, bei einem Neusser Pegel von 11,35 Meter geschlos­sen würde. Dieses Tor schließt einen Durchgang in der Hochwasserschutzmauer im Bereich des Wendersplatzes, an dem Rad-​/​Fußweg zur Galopprennbahn. Das Tor besteht aus zwei Reihen von Holzdammbalken á 2,25 Meter Länge. Zur Schließung wer­den 16 die­ser Balken, Folie, Sand und Lehm sowie etwa zehn gefüllte Sandsäcke benö­tigt. Die Holzdammbalken wer­den zunächst in die Vorrichtungen ein­ge­führt. Anschließend wird Folie als Dichtung über die Balken gelegt, da durch die Holzdammbalken Wasser durch­si­ckern könnte. Schließlich wird der Zwischenraum der zwei Balkenreihen mit Sand ver­füllt. Die Sandsäcke die­nen als Ausgleich des Weges und wer­den wasser- sowie land­sei­tig des Tores platziert.

Die Übung beginnt um 9 Uhr mit der Verladung der Holzdammbalken am Bauhof der Stadt Neuss. Anschließend wird das Material zum Einsatzort gebracht und die Tore durch die Einsatzkräfte geschlos­sen. Die Dauer der Übung ist mit etwa vier Stunden angesetzt.

Der Hochwasserdienst der Stadt Neuss wird durch städ­ti­sches Personal durch­ge­führt, so wer­den bei­spiels­weise im Einsatzfall die Hochwasseranlagen rund um die Uhr began­gen und die Tore geschlos­sen. Aufgrund einer Vereinbarung hilft das Technische Hilfswerk (THW), Ortsgruppe Neuss, im Bereich der Hochwasserschutzmauer Hammfeld die Hochwassertore zu schlie­ßen und so die Stadt Neuss vor Hochwasser zu schützen.

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