BUND-​App „ToxFox – Der Produktcheck“ sorgt für mehr Transparenz über Giftstoffe in Kinderprodukten

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Berlin – Die vor drei Jahren vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ent­wi­ckelte und inzwi­schen von über einer Million Nutzern her­un­ter­ge­la­dene App „ToxFox – Der Kosmetikcheck“ wird ab sofort mit neuen Funktionen zu „ToxFox – Der Produktcheck“ erweitert. 

Konnten sich die Verbraucher bis­lang über hor­mo­nell wirk­same Chemikalien in Körperpflegeprodukten infor­mie­ren, las­sen sich jetzt auch Schadstoffe in Kinderprodukten wie Malutensilien oder Spielzeugen auf­spü­ren. Nachdem die Produkte mit der Smartphone-​Kamera gescannt wur­den, kön­nen die Nutzer direkt bei den Herstellern Informationen über beson­ders bedenk­li­che Inhaltsstoffe abfragen.

Ziel der Smartphone-​App ist es, die Belastungen von Kindern und Erwachsenen mit gesund­heits­schäd­li­chen Chemikalien zu ver­rin­gern. „Die Kleinsten sind beson­ders gefähr­det. Über die Nahrung, die Atemluft und die Haut neh­men sie oft einen Schadstoff-​Cocktail auf, der zu Fehlbildungen von Sexualorganen, Lern- und Immunschwäche oder ver­früh­ter Pubertät füh­ren kann“, sagte die BUND-​Chemikalienexpertin Ulrike Kallee. In acht von neun getes­te­ten Kinderprodukten konnte der BUND letz­tes Jahr gesund­heits­schäd­li­che Chemikalien nachweisen.

Foto: Jörg Farys / BUND
Foto: Jörg Farys /​BUND

Grundlage der „ToxFox-​App“ ist das Verbraucherauskunftsrecht gemäß EU-​Chemikalienverordnung REACH. Auf ent­spre­chende Nachfragen müs­sen die Hersteller inner­halb von 45 Tagen dar­über infor­mie­ren, ob ihre Produkte beson­ders gefähr­li­che Schadstoffe ent­hal­ten. Dieses Auskunftsrecht nut­zen jedoch bis­her nur wenige. Die Gründe dafür sind umständ­li­che Anfragewege, lange Wartezeiten oder schwer ver­ständ­li­che Antworten. Die „ToxFox-​App“ erleich­tert die Wahrnehmung des Auskunftsrechts. Zusätzlich wer­den alle Schadstoffinformationen der Hersteller in einer zur App gehö­ren­den Datenbank gespei­chert und kom­men so ande­ren App-​Nutzern zugute. Die Anfragen sol­len außer­dem die Hersteller der Produkte moti­vie­ren, gefähr­li­che Inhaltsstoffe durch Alternativen zu ersetzen.

Eigentlich sollte es selbst­ver­ständ­lich sein, dass Kinderprodukte unbe­denk­lich sind. Gesetzgeber und Hersteller gehen zu fahr­läs­sig mit gefähr­li­chen Chemikalien um. Deshalb ist es wich­tig, dass wir als Verbraucher selbst aktiv wer­den. Je mehr Menschen nach den ver­wen­de­ten Chemikalien fra­gen, desto schnel­ler wer­den die Hersteller reagie­ren und schad­stoff­freie Produkte auf den Markt brin­gen“, sagte Kallee.

Mehr über die „ToxFox-​App“ sowie die Möglichkeit zum Download fin­den Sie im Internet unter: www​.bund​.net/​t​o​x​fox

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