Rhein-​Kreis Neuss: Protest hatte Erfolg – Probleme bei der Styropor-​Entsorgung sind gelöst

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – HBCD-​haltige Dämmstoffe wie Styropor gel­ten jetzt doch nicht mehr als Sonderabfälle. 

Das Umweltministerium des Landes Nordrhein-​Westfalen hat klar­ge­stellt, dass Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Bauherren diese Platten wie bis­her als soge­nann­ten Baumischabfall zur ther­mi­schen Entsorgung in den geeig­ne­ten Müllverbrennungsanlagen ablie­fern dür­fen. Nach einer neuen EU-​Verordnung war dies seit dem 1. Oktober nicht mehr mög­lich. Unter ande­rem hatte der Rhein-​Kreis Neuss dage­gen interveniert.

Das ist ein Sieg der Vernunft“, so Umweltdezernent Karsten Mankowsky. Er hatte sich bereits am 10. Oktober an das Umweltministerium in Düsseldorf gewandt und dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass der­ar­tige Dämmstoffe in Hausmüllverbrennungsanlagen des Landes Nordrhein-​Westfalen eigent­lich ord­nungs­ge­mäß und schad­los ver­wer­tet wer­den könn­ten. Die Dämmstoffe soll­ten aller­dings wegen ihres hohen Heizwerts nicht als soge­nannte Monochargen, son­dern nur ver­mischt mit ande­ren Abfällen ver­brannt werden.

Mankowsky argu­men­tierte erfolg­reich mit Auslegungsvorschriften von ande­ren Bundesländern wie Sachsen-​Anhalt oder Baden-​Württemberg, die die EU-​Verordnung bereits ent­spre­chend inter­pre­tiert hat­ten. „Ohne sol­che Regelungen bleibt die Situation im Land pre­kär. Es kann nicht sein, dass Bauherren in Nordrhein-​Westfalen Styropor als Sondermüll teuer ent­sor­gen müs­sen. Dann müss­ten sie womög­lich über zehn Mal mehr bezah­len als Bauherren in Sachsen-​Anhalt oder Baden-​Württemberg”, schrieb Mankowsky.

Das Umweltministerium folgte den Anregungen. Dachdecker, Maler- oder Stuckateurbetriebe dür­fen nun die seit dem 1. Oktober ange­fal­le­nen gefähr­li­chen Abfälle in Chargen von bis zu zwei Tonnen in Reinform und ohne Umweg über einen Entsorgungsbetrieb direkt an die dafür aus­ge­leg­ten Müllverbrennungsanlagen in NRW lie­fern. Nähere Details der neuen Regelung wer­den sich aus einem Erlass des Landesumweltministeriums ergeben.

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