Meerbusch: Laub nicht ein­fach auf die Straße fegen

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Herbstzeit – Laubzeit: Für die Straßenkolonnen der Stadtverwaltung bedeu­tet diese Jahreszeit vor allem eines: eine Menge Mehrarbeit. 

Die übli­che wöchent­li­che oder 14-​tägige Straßenreinigung reicht jetzt oft­mals nicht mehr aus. Deshalb fah­ren die Männer in Orange zusätz­li­che Touren auf Straßen mit hohem, alten Baumbestand und ent­spre­chen­dem Laubanfall. Um auch den Radfahrern auf dem Weg durch die Stadt unlieb­same Rutschpartien auf nas­sem Laub zu erspa­ren, hat die Stadtverwaltung jetzt auch die Reinigungszyklen auf den Radwegen verkürzt.

Zwischen 28. Oktober und 9. Dezember gibt es vier zusätz­li­che Rundtouren der Kehrmaschine. „Auch die­ser Service ist ein klei­ner Baustein im Rahmen unse­rer Bestrebungen, das Radfahren in Meerbusch zu allen Jahreszeiten attrak­ti­ver zu machen”, so Stadtsprecher Michael Gorgs.

Ohne tat­kräf­ti­ges Mitwirken der Bürger ist den Blätterbergen aber auch in die­sem Herbst nicht bei­zu­kom­men. Wichtig dabei: „Das Laub, das der Hausbesitzer auf sei­nem Grundstück und auf dem Gehweg davor zusam­men­ge­kehrt, muss er selbst pri­vat ent­sor­gen”, erklärt Jana Vukotic vom Fachbereich Straßen und Kanäle. Blätterberge vom Bürgersteig kur­zer­hand in den Rinnstein zu fegen und auf Kosten der Allgemeinheit ent­sor­gen zu las­sen, sei nicht gestattet.

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Denn die ver­brei­tete Angewohnheit, Laub nach der „Ex-​und-​Hopp-​Methode” los zu wer­den, habe unan­ge­nehme Folgen: Die Blätterfracht bleibe für die städ­ti­schen Kehrmaschinen lie­gen und müsse zusätz­lich ent­sorgt wer­den. Das wie­derum schlage sich auf die Straßenreinigungskosten nie­der. Einfach auf die Straße gefeg­tes Laub falle somit auch denen zur Last, die vor­schrifts­mä­ßig ent­sor­gen oder gar nicht an einer Straße mit Bäumen woh­nen. Ein wei­te­rer uner­freu­li­cher Nebeneffekt: Laubhaufen im Rinnstein las­sen das Regenwasser nicht mehr rich­tig ablau­fen, sie ver­stop­fen die Straßensenken oder auch die Ansaugstutzen der Kehrmaschine.

Die Entsorgungsmöglichkeiten bei uns in Meerbusch kom­men den Menschen schon jetzt sehr ent­ge­gen”, so Michael Gorgs. Zusätzlich zu den brau­nen Biotonnen bie­tet die Stadt pro Jahr acht Grünbündelsammlungen an, bei denen Laub „in haus­halts­üb­li­chen Mengen” mit­ge­nom­men wird. Auf dem Wertstoffhof an der Berta-​Benz-​Straße in Strümp kön­nen Privatleute das ganze Jahr über kos­ten­los Gartenabfälle ablie­fern. Auch hier muss die Menge aller­dings einem durch­schnitt­li­chen Grundstück ange­mes­sen sein. Dazu bleibt natür­lich die Möglichkeit, das Laub auf dem eige­nen Komposthaufen umwelt­ver­träg­lich in den natür­li­chen Kreislauf zurückzuführen. 

(6 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)