Korschenbroich: Kappung von Grundwasserspitzen – Erftverband und Stadt zie­hen Bilanz

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Seit Dezember 2011 betreibt der Erftverband in Korschenbroich ins­ge­samt sie­ben Förderbrunnen sowie einen Schwimmponton zur Seespiegelregulierung im Baggersee Myllendonk, um hohe Grundwasserstände zu kappen.

Nach fünf Jahren Betrieb zogen Erftverband und Stadt Korschenbroich am 27. September im Rahmen einer Bürgerinformation Bilanz: Durch das Abpumpen von Grundwasser bei hohen Grundwasserständen kön­nen rund 900 Gebäude in Korschenbroich vor nas­sen Kellern bewahrt, bei vie­len wei­te­ren Gebäuden die Schäden redu­ziert werden.

Die bis zu 25 Meter tie­fen Brunnen sowie der Schwimmponton in Herrenshoff wer­den nur bei genau defi­nier­ten Grundwasserständen (Einschaltwerten) akti­viert, um Grundwasser abzu­pum­pen. Sobald der Grundwasserstand wie­der unter einen fest­ge­leg­ten Ausschaltwert fällt, wer­den die Kappungsanlagen abgeschaltet.

In den ver­gan­ge­nen fünf Jahren nahm der Erftverband den Brunnen 41 und den Schwimmponton in Herrenshoff sowie die Brunnen 46 und 47 in Kleinenbroich-​Süd in Betrieb. Die Anlagen in Herrenshoff wur­den bis auf das Wasserwirtschaftsjahr 2014 jeweils über län­gere Zeiträume betrie­ben und konn­ten das Grundwasser in der Ortslage um meh­rere Dezimeter absenken.

Die Brunnen 46 und 47 in Kleinenbroich-​Süd wur­den erst­ma­lig 2016 kurz­zei­tig in Betrieb genom­men. Verursacht durch die hohen neu­bil­dungs­wirk­sa­men Niederschläge im spä­ten Frühjahr wur­den hier die Einschaltwerte im Juni überschritten.

Die Brunnen 42 in Raderbroich, 43 und 45 in Kleinenbroich-​Nord sowie 48 in Pesch wur­den bis­lang nicht akti­viert, da die Grundwasserstände auf­grund einer län­ge­ren Phase mit unter­durch­schnitt­li­cher Grundwasserneubildung jeweils unter den Einschaltwerten blieben.

Für den Raum Korschenbroich hat der Erftverband zudem in fach­li­cher Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Niersverband die höchs­ten zu erwar­ten­den Grundwasserstände überarbeitet.

Bei deren Ermittlung wurde von natür­li­chen, wit­te­rungs­be­ding­ten Höchstständen des Grundwassers ohne Grundwasserförderungen und ohne Sümpfungseinfluss auf­grund des Braunkohlenbergbaus aus­ge­gan­gen. Dabei wur­den neue his­to­ri­sche Daten sowie Grundwasserhochstände im Bereich der Niers berück­sich­tigt. Auch der Einfluss des neuen Hochwasserrückhaltebeckens Geneicken des Niersverbandes an der Niers konnte berück­sich­tigt werden.

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