Jüchen: Keine Stromlieferverträge an der Haustür abschließen

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – In den ver­gan­ge­nen Wochen wur­den zahl­rei­chen Jüchener Strom-​und Gaskunden am Telefon oder an der Haustüre neue Verträge aufgedrängt. 

Oft unter dem Vorwand, im Auftrag des Rhein-​Kreises Neuss einen kos­ten­lo­sen „Gebäude-​Energie-​Check“ im Haushalt durch­zu­füh­ren. Dem Besuch ging oft eine tele­fo­ni­sche Terminvereinbarung vor­aus. Erst spä­ter wurde fest­ge­stellt, dass die Verträge kei­nes­wegs so güns­tig sind, wie an der Haustüre von den Werbern behaup­tet wurde.

Dass die Direktvertriebler der­zeit so aktiv in Jüchen unter­wegs sind, kann an einem ähn­lich klin­gen­den Beratungsangebot der Verbraucherzentrale lie­gen. Auch beim „Basis-​Check“ kommt ein Energie-​Experte ins Haus. Das Interesse am anbie­ter­un­ab­hän­gi­gen Hausbesuch ist groß, der Check zur Ursachenfindung für einen hohe Strom- und Heizenergieverbrauch wird rege nach­ge­fragt. Tatsache ist, dass beim Besuch der Verbraucherzentrale im Rahmen des Basis-​Checks das Thema Stromlieferverträge oder der Tarifwechsel kein Beratungsinhalt ist. In kei­nem Fall wird ein Stromliefervertrag zur Unterschrift vor­ge­legt. Beim Check steht das Aufspüren von Stromfressern im Vordergrund.

Hellhörig sollte man spä­tes­tens dann wer­den, wenn damit gewor­ben wird, dass das Angebot nur bei sofor­ti­gem Vertragsabschluss gilt und damit ein Entscheidungsdruck auf­ge­baut wird. In jedem Fall sollte man Bedenkzeit ver­lan­gen, um die Vertragsangaben und das Kleingedruckte in Ruhe zu lesen um die Tarife ver­glei­chen zu können.

Anmeldungen für eine per­sön­li­che und anbie­ter­un­ab­hän­gige Energieberatung in den Räumen des Rathauses Jüchen oder für den Basis-​Check nimmt der Klimaschutzmanager der Gemeinde Jüchen, Martin Schursch, unter martin.schursch@juechen.de bzw. unter der Tel-​Nr. 02165 /​915‑6107 entgegen.

Die Beratung im Rathaus dau­ert 45 Minuten und kos­tet 7,50 Euro, der Basis-​Check dau­ert 60 Minuten und kos­tet 10 Euro. Empfänger von Transferleistungen wie bei­spiels­weise Hartz IV, erhal­ten bei Vorlage eines ent­spre­chen­den Nachweises die Beratungen kos­ten­frei. Die Beratungen wer­den geför­dert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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