Dormagen: Land gibt 1,28 Millionen für den Bahnhofsumbau auf der Westseite

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Horrem – Seit zwei Jahren hat Dormagen sei­nen neuen Bahnhof. Jetzt steht fest: Auch die Rückseite in Richtung Knechtstedener Straße wird schö­ner und sicherer. 

Das Land för­dert den Umbau, der einen neuen Vorplatz und mehr Licht für den Gleiszugang umfasst, mit 1,28 Millionen Euro. Den Förderbescheid über­brachte Regierungspräsidentin Anne Lütkes am 25. August per­sön­lich nach Horrem.

Ich über­bringe die Förderbescheide natür­lich nicht immer sel­ber“, sagt eine gut auf­ge­legte Regierungspräsidentin. „Aber hier in Dormagen habe ich die Gelegenheit zu sehen, was mit dem Geld pas­siert und wie Lebensräume und Plätze posi­tiv ver­än­dert werden.“

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Das ist für uns ein wei­te­rer gro­ßer ver­kehrs­po­li­ti­scher Meilenstein, der zu einer posi­ti­ven städ­te­bau­li­chen Entwicklung bei­trägt“, bedankte sich Bürgermeister Erik Lierenfeld. Strahlende Gesichter auch bei den ehren­amt­li­chen Planern von der Initiative Horrem. „Wir sind froh über die­sen Durchbruch, denn viele Bürger wün­schen sich bei uns weni­ger Angsträume und eine freund­li­chere Optik am Bahnhof“, sagte Sprecher Manfred Klein.

Wie schon bei der Neugestaltung des Dorfangers pro­fi­tiert Horrem bei dem Vorhaben von Fördermitteln im Rahmen des Erneuerungsprogramms „Soziale Stadt“. „Als wir 2014 den neuen Bahnhof auf der Ostseite eröff­net haben, gab es das Versprechen an die Horremer Bürger, dass wir auf der Westseite wei­ter­ma­chen. Jetzt kön­nen wir diese Zusage ein­lö­sen“, so der Bürgermeister.

In meh­re­ren Workshops haben Bürger, Architekten und das städ­ti­sche Projektteam um die bei­den Koordinatoren Jürgen Schmitz und Detlev Falke in den ver­gan­ge­nen Monaten ein Umbaukonzept ent­wi­ckelt. Dazu gehört ein auto­freier Vorplatz, der künf­tig an der Knechtstedener Straße zur Begegnung und zum Verweilen ein­lädt. Die Fahrzeuge sol­len statt­des­sen über den Rübenweg umge­lei­tet wer­den. „Dies ist auch mit den Anwohnern so abge­stimmt wor­den“, erläu­tert Schmitz.

Die bei­den Treppenanlagen und das Vordach zum Fußgängertunnel zu den Gleisen sol­len bei dem Umbau neu und groß­zü­gi­ger gestal­tet wer­den. Ein Highlight könnte dann eine durch­ge­hende LED-​Wand inner­halb des Fußgängertunnels sein. „Viele Bürger haben hier vor allem nachts Angst, weil der Zugang sehr dun­kel ist. Mit der Lichtwand soll sich die­ser Eindruck von Grund auf ändern“, so Schmitz.

Noch fei­len die Architekten an den letz­ten Details für das Umbaukonzept. In sei­ner Sitzung am 11. November wird sich der städ­ti­sche Planungsausschuss vor­aus­sicht­lich mit den Plänen beschäf­ti­gen. Stimmt der Stadtrat dem Konzept zu, könnte der Umbau im nächs­ten Frühjahr begin­nen. Die Arbeiten wer­den nach heu­ti­gem Stand etwa zwölf bis 16 Monate dau­ern. „Im Jahr 2018 kön­nen wir dann mit den Horremern die Eröffnung fei­ern“, sagt Bürgermeister Lierenfeld. Mit knapp 1,9 Millionen Euro sind die Kosten für den Umbau ver­an­schlagt. Davon über­nimmt das Land 70 Prozent, die rest­li­chen 30 Prozent trägt die Stadt.

Bei der Übergabe des Förderbescheids ver­schaffte sich die Regierungspräsidentin vor Ort auch einen Eindruck vom Fortgang des Stadtteilprojekts. Im „Campus Horrem“ mit dem neuen Verwaltungssitz der Dormagener Baugenossenschaft stell­ten die Beteiligten das Gesamtprogramm vor. So ent­steht in die­sem Jahr bereits der neue Nordeingang für Horrem an der Weilerstraße, der unter ande­rem für eine bes­sere Verteilung der Verkehrsströme sor­gen soll. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt wird der gemein­same „Lernort“ für Kindergarten und Grundschule sein. Außerdem lau­fen der­zeit die Planungen für eine neue Ost-​West-​Promenade, die in Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft Noratis zwi­schen Heesenstraße und Am Rath ent­ste­hen soll.

(7 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)