Dormagen: „Dorv-​Zentrum” in Gohr mit Hilfe der Bürger initiieren

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Gohr – Was zunächst nach einem gram­ma­ti­ka­li­schen Fauxpas aus­sieht, erweist sich bei genaue­rem Hinsehen als ein cle­ve­res Konzept in ver­sor­gungs­ar­men Gebieten eine orts­nahe Grundversorgung sicherzustellen. 

Neben Lebensmitteln, öffent­li­chen, halb­öf­fent­li­chen und pri­va­ten Dienstleistungen sol­len auch soziale, medi­zi­ni­sche, kul­tu­relle und kom­mu­ni­ka­tive Angebote gemacht wer­den. Auch eine Kaffeeecke für den „Dorfklatsch“ ist ein mög­li­cher Bestandteil des Konzeptes „Dorv-​Zentrum“.

Mit die­ser Vielzahl von Angeboten kann das neue Dorv-​Zentrum zu einem ech­ten Treff und Kommunikationsmittelpunkt im Dorf wer­den. Einher geht damit auch, dass der Stadtteil an Wohnwert gewinnt, weil eine orts­nahe Grundversorgung mög­lich ist.

In etwa 30 klei­ne­ren Gemeinden und Stadtteilen in ganz Deutschland ist das bür­ger­nahe Konzept bereits umge­setzt wor­den. Betrieben wer­den die Dorv-​Zentren von Bürgern, Unternehmen und ande­ren Trägern.

Für die Umsetzung des Konzeptes wer­den zunächst gemein­sam mit dem Projektentwickler eine Basis- und eine Bedarfsanalyse erar­bei­tet, die in enger Kooperation mit den Bürgern vor Ort ein – für den kon­kre­ten Ortsteil pass­ge­naues – Dorv-​Zentrum zum Ziel hat.

Die Verwaltung kann sich so ein Dorv-​Zentrum für Gohr vor­stel­len und ist bereit, für Beratungsleistungen und zur Unterstützung des Konzeptes 15 000 Euro in den Haushalt 2017 ein­zu­stel­len. Bürgermeister Erik Lierenfeld und Fachbereichsleiterin Ellen Schönen-​Hütten haben sich ein bestehen­des Dorv-​Zentrum in Jülich-​Barmen ange­se­hen und sind von Projekt und Projektentwickler sehr ange­tan „Ein Dorv-​Zentrum würde für Gohr ein erheb­li­cher Gewinn sein. Ich bin über­zeugt, dass auch die Gohrer hier eine Chance erken­nen und sich dem­entspre­chend ein­brin­gen“, ist sich der Bürgermeister sicher.

Für Ellen Schönen-​Hütten ist das Konzept, wenn es in Gohr erfolg­reich lau­fen sollte, auch eine Blaupause für den eben­falls unter­ver­sorg­ten Stadtteil Straberg. „Wenn es in Gohr gut läuft, warum nicht auch dort“, hin­ter­fragt die Fachbereichsleiterin.

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