Dormagen: Denkmaltag lädt zum Besuch ein – Vom Gefängnisturm bis zum Jägerlager aus der Steinzeit

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Beim bun­des­wei­ten Tag des offe­nen Denkmals sind am Sonntag, 11. September, auch in Dormagen viele his­to­ri­sche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. 

Neben Führungen durch die mit­tel­al­ter­li­che Zollfeste Zons und das Kloster Knechtsteden wird erst­mals ein Gang zu der wich­tigs­ten stein­zeit­li­chen Fundstätte im Stadtgebiet ange­bo­ten. Hinter der Bezeichnung „Gohr 6“ ver­birgt sich ein Waldjägerlager aus der Zeit nach 7000 vor Christus, das der Archäologe Jost Auler erläu­tern wird. Vom Gefängnisturm und dem Wehrgang der Zonser Burganlage bis zum größ­ten roma­ni­schen Fresko am Niederrhein in der Knechtstedener Basilika erwar­tet die Besucher ein span­nen­des Programm, das unter dem bun­des­wei­ten Motto „Denkmale gemein­sam erhal­ten“ steht.

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Ein beson­de­res Beispiel dafür, wie die­ses Motto vor Ort umge­setzt wird, ist die Sanierung der Zonser Windmühle“, sagt die städ­ti­sche Denkmalschutzbeauftragte Heike Hachenberg. „Hier haben sich der Förderverein Denkmalschutz und der Heimat- und Verkehrsverein in den ver­gan­ge­nen Jahren mit sehr viel ehren­amt­li­chem Engagement ein­ge­bracht.“ Daher wird Bürgermeister Erik Lierenfeld den Denkmaltag dies­mal um 11.30 Uhr vor der his­to­ri­schen Windmühle eröff­nen. Gemeinsam mit dem Denkmalschutzverein will die Stadt im nächs­ten Jahr auch die Restaurierung der Westmauer in Zons angehen.

Und das erwar­tet die Besucher am 11. September im Einzelnen: Von 11 bis 18 Uhr ist sind die Zonser Windmühle und das kleine Mühlenmuseum im ehe­ma­li­gen Sacklager geöff­net. Hier wer­den auch alte Handwerksgeräte und ein Film über das Müllerhandwerk vor­ge­führt. Führungen durch den sechs­ge­schos­si­gen Mühlenturm star­ten um 12.30 und 16 Uhr.

Die Burganlage Friedestrom steht in Zons eben­falls von 11 bis 18 Uhr zur Besichtigung frei. Führungen durch den Juddeturm mit sei­nem dunk­len Verlies begin­nen um 13, 14.30, 16 und 17 Uhr. Um 12 Uhr lädt das Kreisarchiv zudem zu einem Rundgang durch den Torturm mit­samt dem Wehrgang ein. Um 15 Uhr folgt eine Führung durch die aktu­elle Archivausstellung „Von der Eisenbahn zur Autobahn – Verkehr im Rhein-​Kreis Neuss von 1850 bis 1970“. Speziell für die jüngs­ten Gäste steht um 15.30 Uhr eine halb­stün­dige Kinderführung durch die Burg auf dem Programm.

Im frü­he­ren Herrenhaus der Burg Friedestrom lädt das Kreismuseum von 11 bis 18 Uhr zur freien Besichtigung sei­ner Ausstellung „Der Gartenzwerg – Geschichte des klei­nen Volkes“ ein. Um 12.15 und 15 Uhr wer­den beglei­tete Rundgänge ange­bo­ten. Um 11.15 Uhr gibt es eine Führung zu den denk­mal­pfle­ge­ri­schen Maßnahmen im Burggelände seit den 60-​er Jahren. Gemeinsam mit Kindern wird die Künstlerin Anne Behrens von 14 bis 16 Uhr mär­chen­hafte Kunstwerke mit Papier und Schere basteln.

Das Stadtmarketing und der Heimat- und Verkehrsverein laden um 14.30 Uhr zu einer ein­stün­di­gen Führung durch die Altstadt ein. In der Rheintorkapelle bie­ten die Kultur- und Heimatfreunde von 13 bis 17 Uhr eine Besichtigung an. Die neu­go­ti­sche Kirche St. Martinus ist eben­falls in die­sem Zeitraum geöff­net. In der Touristinfo Zons kön­nen von 11 bis 17 Uhr ver­schie­dene Stadtmodelle und der Kräutergarten besich­tigt werden.

Im Kloster Knechtsteden emp­fängt der Spiritanerorden die Besucher um 14 und 16 Uhr zu zwei Führungen durch die Basilika und die Abteianlage. Treffpunkt für die Führung durch das stein­zeit­li­che Wildjägerlager ist um 12.30 Uhr der Bergerhof an der Broicher Dorfstraße 83 in Gohr-Broich.

Das kom­plette Programm des Denkmaltages in Dormagen kann auf der städ­ti­schen Website www​.dor​ma​gen​.de her­un­ter­ge­la­den werden.

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