Dormagen: Seniorenbeirat infor­miert über das neue Pflegegesetz

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Die Pflegeversicherung soll im kom­men­den Jahr von Grund auf erneu­ert wer­den. Demenzkranke erhal­ten künf­tig mehr Leistungen, dafür sol­len aber auch die Beiträge wei­ter steigen.

Statt der bis­he­ri­gen drei Pflegestufen sind ab 2017 fünf Pflegegrade geplant, bei denen kör­per­li­che und psy­chi­sche Einschränkungen stär­ker gleich­be­han­delt wer­den. Über die vor­ge­se­he­nen Änderungen infor­mie­ren der städ­ti­sche Seniorenbeirat, die Seniorenbeauftragte und die Diakonie in einem gemein­sa­men Vortrag am Mittwoch, 21. September, um 17.30 Uhr in der Stadtbibliothek am Marktplatz.

Referent ist Heribert Lehnacker, Fachbereichsleiter für die Pflegestationen des Diakonischen Werkes im Rhein-​Kreis Neuss. „Es lohnt sich, sich mit dem neuen Pflegegesetz früh­zei­tig zu befas­sen“, sagt der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Hans-​Peter Preuss.

So rech­net das Bundesgesundheitsministerium damit, dass rund 500 000 Menschen allein durch die neuen Einstufungen erst­mals Pflegeleistungen erhal­ten. Statt Minutenpflege und Defizitorientierung soll bei jedem Betroffenen indi­vi­du­ell begut­ach­tet wer­den, wie selbst­stän­dig er sei­nen Alltag noch gestal­ten kann. Wer im neuen System theo­re­tisch schlech­ter gestellt wäre, wird nach Darstellung der Bundesregierung bis zum Lebensende Anspruch auf seine bis­he­ri­gen Leistungen behalten.

Auch pfle­gende Angehörige sol­len mit dem neuen Gesetz in der Renten- und Arbeitslosenversicherung bes­ser abge­si­chert wer­den. „Weitere Neuerungen sind bes­sere Informations- und Beratungsmöglichkeiten“, erläu­tert Seniorenbeauftragte Bärbel Breuer. Die Pflegekassen müs­sen bei­spiels­weise kos­ten­lose Pflegekurse für Angehörige und ehren­amt­li­che Helfer anbieten.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei und eine Anmeldung nicht erfor­der­lich. Bereits ab 17 Uhr lädt der Seniorenbeirat alle inter­es­sier­ten Bürger zu einer Tasse Kaffee in der Bibliothek ein.

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