Neuss: Vergnügungsstätten-​Konzept geplant

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die Stadt Neuss plant ein Konzept zur Steuerung der Ansiedlung von Vergnügungsstätten. Am kom­men­den Mittwoch, 22. Juni 2016, wird die Thematik im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung behandelt. 

Anlass für das städ­te­bau­li­che Entwicklungskonzept sind Änderungen der Rahmenbedingungen für Vergnügungsstätten. Seit der Anpassung der Glücksspielverordnung der Länder ist zum Beispiel bun­des­weit eine „Flut“ an Anträgen für Wettbüros festzustellen.

In Neuss ist die Anzahl und Verteilung von Vergnügungsstätten im Vergleich zu ande­ren Kommunen in NRW zwar noch stadt­ver­träg­lich. Es las­sen sich jedoch Bereiche für ver­mehrte Anfragen von Spielhallen- und Wettbürobetreibern aus­ma­chen, wie in der Innenstadt, in der süd­li­chen Further Straße, im Umfeld des Rhein Park Centers und in der Otto-​Wels-​Straße in Weckhoven.

Die Fokussierung auf bestimmte Stadtbereiche kann ver­schie­dene Probleme mit sich brin­gen: Aufgrund der ver­gleichs­weise hohen Erträge durch die Betriebe kann es in den betrof­fe­nen Gebieten zu Verzerrungen im Mietpreisgefüge kom­men. Es besteht die Gefahr von Ladenleerständen, eine optisch nega­tive Prägung des Umfeldes oder Störfaktoren durch lange Öffnungszeiten und Abend- und Nachtverkehr. Sogenannte Trading-​Down-​Tendenzen kön­nen aus­ge­löst werden.

Um die­sen Risikofaktoren ent­ge­gen­zu­wir­ken, ist ein gesamt­städ­tisch aus­ge­wo­ge­nes Konzept zur akti­ven und vor­aus­schau­en­den Steuerung von Vergnügungsstätten erfor­der­lich. Es ist ange­dacht, das Konzept bis Ende des Jahres durch ein exter­nes Planungsbüro erar­bei­ten zu lassen.

Die Ergebnisse sol­len mit zen­tra­len Akteuren wie der Industrie- und Handelskammer, dem Einzelhandelsverband und der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss abge­stimmt wer­den. Anfang 2017 könnte der Rat dann über das Entwicklungskonzept entscheiden.

(10 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)