Aachen/​Meerbusch: 2. Platz der Jugend aus Meerbusch beim Erste-​Hilfe-​Wettkampf

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Aachen, Meerbusch – Alle zwei Jahre findet der Tag der Johanniter NRW mit einem großen Erste Hilfe-Wettkampf statt, bei dem sich Teams aus den 16 Regional- und Kreisverbänden messen.

In diesem Jahr fand das Event in der Kaiserstadt Aachen statt und die Jugendlichen der Johanniter aus Meerbusch konnten einen hervorragenden zweiten Platz in ihrer Kategorie B belegen.

In dieser Altersklasse treffen alle zwölf- bis neunzehnjährigen Helferinnen und Helfer aufeinander, die in Erste-Hilfe ausgebildet sind aber noch keine weitere sanitäts- oder rettungsdienstliche Qualifikation abgeschlossen haben. Das erfolgreiche Meerbuscher Team kommt ursprünglich von der Theodor-Fliedner-Schule in Lank und die Mitglieder sind dort vor zwei Jahren von der Ortsbeauftragten Berit Sonnenburg als Grundschulsanitäter ausgebildet worden.

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Gruppenbild nach der Siegerehrung, Fotos(3): Dieter Guderley, Johanniter v.l.: Emily, Janne, Dana, Imke, Greta, Theo, Justus mit den Betreuern Frank Otten und Astrid Stecher

Schon 2014 nahmen sie am Tag der Johanniter teil und belegten, seinerzeit noch in der Kategorie C der sechs bis elfjährigen, den zweiten Platz. In diesem Jahr hatten sie es besonders schwer, weil sie die jüngste Mannschaft im Feld der vierzehn Konkurrenten in der B-Kategorie waren.

Eine allergische Reaktion nach Speiseeis-Genuss, ein verletztes Sprunggelenk nach Sturz mit Stöckelschuhen und ein stark blutender aufgeplatzter Finger nach dem Versuch eine Bierzelt-Sitzbank zusammen zu klappen, waren die Aufgaben in der Basis-Praxis, die jeweils in Zweierteams erledigt werden mussten. Dabei galt es zunächst durch gezieltes Fragen und Untersuchen die Verletzung und die daraus folgenden Gefahren zu erkennen und dann zügig richtige Maßnahmen einzuleiten. Zu diesen gehörten die entsprechenden Verbände, der Einsatz von Cool-Packs und natürlich und vor allem die kompetente und tröstende Betreuung der Betroffenen.

Der Umgang mit einer Krankentrage als zweite Wettkampfaufgabe wurde auf einem speziellen Parcours getestet, der mit sieben Hindernissen bestückt war. Mit vier Helfern musste eine Trage, die mit einem Gewicht von 25 kg beschwert war u. a. über eine Treppe und einen schmalen Balken, durch ein Fenster und ein Treppenhaus transportiert werden ohne aus dem auf der Trage befestigten Gefäß viel Wasser zu verlieren.

Vor den praktischen Prüfungsteilen mussten sich alle Teilnehmer der Mannschaft, die an diesem Tag von Astrid Stecher und Frank Otten betreut wurden, dem schriftlichen Test stellen, in dem zwanzig Fragen aus den Bereichen Gesundheit, Erste Hilfe, Verkehrserziehung und Johannitergeschichte im Mittelpunkt standen. Zum Abschluss des Wettkampf galt es mit sechs Mannschaftsmitgliedern den großen Unfall zu meistern, bei dem zwei verletzte Jugendliche im Mittelpunkt standen.

Der Zusammenstoß zwischen einem Skateboard- und einem Fahrradfahrer, forderte das Team. Neben der Beseitigung des Gefahrenpotentials Fahrrad und Skateboard galt es schnell Zustand und Vitalparameter der Betroffenen zu erfassen, die entsprechenden Hilfsmaß-nahmen durchzuführen und den Notruf abzusetzen. Dabei wurde von den Schiedsrichtern neben den korrekten Maßnahmen vor allem auch die Betreuung der Verletzten und die gute Zusammenarbeit im Team bewertet.

Bei der abendlichen Siegerehrung im Eurogress war die Freude für die fünf Mädchen und zwei Jungs des Meerbuscher Teams und ihre Betreuer riesengroß. Sie hatten sich zwar schon gute Chancen auf einen Platz unter den Top Ten ausgerechnet, aber mit dem jüngsten Team direkt auf das Siegertreppchen zu kommen war dann doch eine große Überraschung und erfüllte nicht nur die Teilnehmer sondern auch die daheim in Meerbusch gebliebenen Eltern und Anhänger mit großem Stolz.

Vom Preisgeld ist eine Wochenendfahrt geplant und fest im Blick haben die Meerbuscher schon den kommenden Wettkampf 2018 in Bochum, wo sie versuchen wollen die Spitze in ihrer Kategorie zu erreichen.

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