Lokführer ver­hin­dert Suizid einer 16-​Jährigen – Massive Zugverspätungen

Düsseldorf (ots) - Gestern Abend (12. Mai) bewies ein Lokführer einer S6 Reaktionsschnelligkeit sowie Aufmerksamkeit auf der Fahrt von Köln nach Düsseldorf.

Am Bahnhof Düsseldorf-Benrath trat ein 16-jähriges Mädchen in suizidaler Absicht kurz vor Einfahrt der Bahn auf die Gleise. Die S-Bahn, die zu diesem Zeitpunkt noch ungefähr 300 Meter entfernt war, wurde mittels Schnellbremsung rechtzeitig zum Stehen gebracht.

Nur der schnellen Reaktion des Lokführers ist es zu verdanken, dass in diesem Fall ein folgenschwerer Unfall ausblieb.

Die 16-Jährige flüchtete zunächst aus dem Gleisbereich, konnte jedoch wenig später durch Beamte der Bundespolizei in Gewahrsam genommen werden. Die Bundespolizei informierte im Anschluss die Mutter des Mädchens und zog den diensthabenden Amtsarzt sowie einen Vertreter des Ordnungsamtes hinzu. Es folgte die Überstellung in das Landeskrankenhaus in Grafenberg.

Durch den Vorfall kam es zu erheblichen Störungen des Bahnbetriebs. 40 Züge erhielten eine Verspätung von insgesamt 689 Minuten, neun Züge wurden umgeleitet und acht Züge erhielten einen Teilausfall.

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