Meerbusch: Stadt sucht drin­gend neue Tagesmütter und Tagesväter – Jugendamt berät Interessenten

Meerbusch – Die Stadt Meerbusch möchte dringend mehr Frauen und Männer ermuntern, Tagesmutter oder Tagesvater zu werden.

Gesucht werden Interessenten, die Freude an der selbständigen Arbeit mit Kindern haben und sich vorstellen können, Jungen und Mädchen Kinder ab einem Alter von vier Monaten liebevoll zu betreuen, zu bilden und zu erziehen.

Der Grund: Die Nachfrage nach Betreuung außerhalb von Kitas steigt. "Gerade Eltern von sehr kleinen Kindern suchen eher eine kleingruppige Betreuung als eine große Kita", sagt Rosalia Helbig vom Fachbereich Soziales und Jugend der Stadtverwaltung. "Hinzu kommt, dass der Anteil der Eltern, die ihre Kinder aus beruflichen Gründen sehr früh in Betreuung geben, wächst."

57 Tagesmütter und -väter sind in Meerbusch bereits mit der obligatorischen Pflegeerlaubnis der Stadt im Einsatz und kümmern sich um jeweils bis zu fünf Kinder. Wer eine Tagesmutter oder einen Tagesvater für sein Kind sucht, wird in vielen Fällen über Mund-zu-Mund-Propaganda fündig. Möglich ist es aber auch, sich direkt an die Abteilung Kindertagespflege im Jugendamt wenden. "Wir kennen alle 57 Tagespflegepersonen im Stadtgebiet persönlich und vermitteln - wenn möglich - auch einen geeigneten Platz", sagt Sabine Knechten, die sich im Jugendamt gemeinsam mit Rosalia Helbig um den Bereich "Kindertagespflege" kümmert.

Die zweimal jährlich stattfindenden Fachabende bieten Tagesmüttern und -vätern nicht nur Einblick in neue Entwicklungen im Bereich der Tagespflege, sondern machen obendrein viel Spaß. Foto: Stadt
Die zweimal jährlich stattfindenden Fachabende bieten Tagesmüttern und -vätern nicht nur Einblick in neue Entwicklungen im Bereich der Tagespflege, sondern machen obendrein viel Spaß. Foto: Stadt

Der gute Kontakt ergibt sich neben den regelmäßigen Hausbesuchen auch durch die Anleitungs- und Fortbildungsangebote, die die Stadt für angehende und schon praktizierende Tagesmütter und -väter bereithält. "Tagespflege heißt heute nicht mehr nur Kinderbespaßung, die Anforderungen an den Beruf haben sich stetig weiterentwickelt", so Helbig. Fortbildung sei deshalb eine wichtiger Grundvoraussetzung für fachlich gute Arbeit.

Beispiel: Jetzt trafen sich die Meerbuscher Tagesmütter und Tagesväter auf Einladung der Stadt zum so genannten Fachabend in der Realschule Osterath, um gemeinsam mit der Düsseldorfer Diplom-Sozialpädagogin Kornelia Schlaaf-Kirschner den professionellen Umgang mit dem auch in Kitas inzwischen gängigen "Beobachtungsbogen" zu erlernen. In dem Bogen werden fortlaufend Verhaltensweisen, Entwicklungsschritte und mögliche Förderbedarfe von Kindern dokumentiert. Die Informationen leisten unter anderem bei den regelmäßigen Elterngesprächen wertvolle Dienste.

Wer Interesse hat, Tagesmutter- oder Tagesväter in Meerbusch zu werden kann sich direkt an die Fachberaterinnen des Jugendamtes wenden. Sabine Knechten (Tel. 02159 / 916-588) und Rosalia Helbig (Tel. 02159 / 916-457) klären Bewerber über die beruflichen Voraussetzungen auf und helfen bei den ersten Schritten.

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