Dormagen: Erklärung des Ersten Beigeordneten Robert Krumbein zum Vorfall im Hallenbad Nievenheim

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber

Weitere Infos hier oder hier:


Dormagen – Am Nachmittag des 30. April ist es zu einem traurigen und schrecklichen Vorfall im Hallenbad Nievenheim gekommen.

Ein 16-jähriger Flüchtling steht im dringenden Verdacht, zwei Mädchen im Duschbereich über der Badebekleidung unsittlich berührt zu haben. Das Amtsgericht Neuss hat heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf Untersuchungshaft angeordnet.

Der Jugendliche wurde nach Bekanntwerden des Vorfalls durch das städtische Jugendamt  unverzüglich in einer Einrichtung außerhalb von Dormagen unter ständige Aufsicht gestellt. Er lebte seit November 2015 in Dormagen und war vorher in keiner Weise auffällig geworden. Der Hallenbad Besuch war ihm erlaubt worden, nachdem er zuvor bei solchen Besuchen begleitet und auch genau darüber aufgeklärt worden war, was dort erlaubt ist und was nicht. Wenn er die Mädchen unsittlich berührt hat, dann muss ihm bewusst gewesen sein, dass er damit gegen geltendes Recht in Deutschland verstößt. Für ein solches Verhalten kann es keine Entschuldigung und keine Toleranz geben. Bei der Flüchtlingsunterbringung in Dormagen hat es bisher noch keinen bekannten Vorfall vergleichbarer Art gegeben.

Bürgermeister Lierenfeld ist in seinem Italienurlaub über den Vorfall informiert worden. Er hat die SVGD als Betreiber des Hallenbades gebeten, das Aufsichtspersonal dort vorsorglich zu verstärken – und zwar unabhängig davon, wie hoch die Gefahr weiterer Vorkommnisse dieser Art ist. Es ist davon auszugehen, dass Eltern aufgrund der aktuellen Situation nun Angst haben, ihren Kindern einen Schwimmbad Besuch zu erlauben. Diese Ängste sind ernst zu nehmen. Der Bürgermeister und die SVGD möchten, dass sich alle Besucher im Hallenbad weiterhin sicher fühlen können. Die Geschäftsführung der SVGD sagte zwischenzeitlich eine schnellstmögliche personelle Verstärkung zu.

Besonders wichtig ist jetzt, den beiden betroffenen Kinder und ihren Familien durch professionelle Unterstützung zu helfen. Hierbei kommt es auch darauf an, dass nun der Opferschutz gewahrt wird und keine Details zu den Betroffenen an die Öffentlichkeit dringen.

Deshalb habe ich die dringende Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger, die möglicherweise von dem Vorfall im Hallenbad etwas mitbekommen haben oder die betroffenen Familien kennen, dazu nichts verlauten zu lassen und auch nichts in den sozialen Netzwerken zu posten. Es liegt nun in unserer gemeinsamen Verantwortung, die beiden Kinder zu schützen.

Robert Krumbein
Erster Beigeordneter der Stadt Dormagen

Polizeimeldung dazu

(37 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

Leserhinweise oder Tipps

Bitte geben Sie ihre E-Mail ein, sodass wir in Kontakt bleiben können.