Neuss: Kommentar – „Drei Politiker regen stär­kere Bewaffnung der Polizei an” – „Märchenonkel” lässt grüßen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – In dem am Samstag, den 23.04.2016, erschie­ne­nen, loka­len Werbeanzeiger für Neuss lässt sich der Chefredakteur aus­gie­big zu einem „Konzeptpapier „Ein neues Wir-​Gefühl für Neuss““, mit inter­es­sante Interpretationen, aus. 

Verfasser des Konzeptes sind drei Mitglieder der Neusser CDU (Ralf Roeb, Peter Bungenberg und Sebastian Rosen), die sich für den kom­men­den Parteitag im Juni 2016 einige Gedanken zur inne­ren Sicherheit und Integration von Flüchtlingen gemacht haben.

Das Papier liegt dem Herausgeber von Klartext​-NE​.de, Robert Schilken, vor und auch im Gespräch mit einem der Verfasser wur­den Meinungen und Ansichten ausgetauscht.

Hier zeigte sich, lei­der nicht erst­ma­lig, wie ziel­si­cher der Chefradakteur des loka­len Werbeanzeiger und Verfasser eines mehr­spal­ti­gen Artikels Inhalte ver­dre­hen kann.

Die Schlagzeile des Artikels im Werbeanzeiger:
„Neusser CDU-​Mitglieder: Muslime haben Schuld an hoher Kriminalität“

Tatsächlich fin­det sich fol­gen­des im Konzeptpapier:

Auf der einen Seite sind es die Flüchtlingsströme und die Asylpolitik, die Ängste und Verunsicherungen her­vor­ru­fen, auf der ande­ren Seite wird Terrorismus mit dem Islam gleich­ge­setzt. Ein neuer Nationalismus und Populismus, eine „Wir-​kümmern-​uns-​um-​Eure-​Identität-​als-​Deutsche“ Mentalität, das Aufbauen neuer Feindbilder und neuer Fremdenhass, der sich gegen Asylanten und in Deutschland lebende Muslime wen­det, stellt eine Bedrohung unse­rer Demokratie dar. Als Neusser CDU ist es nicht unsere Aufgabe, die­sen Populismus zu unter­stüt­zen. Wir stel­len uns ihm ent­ge­gen.

Das nächste Zitat im Werbeanzeiger:
„Muslime müs­sen sich ändern. Sie tra­gen die Hauptschuld an der man­geln­den Sicherheit in Neuss.“

Tatsächlich fin­det sich dazu im Konzeptpapier:

Nichts erkenn­ba­res.

Eventuell könnte diese Textpassage gemeint sein:

Besonderer Fokus ist im Rahmen der Prävention auf Zielgruppen zu set­zen, die beson­ders emp­fäng­lich für extre­mis­ti­sches, popu­lis­ti­sches oder ter­ro­ris­ti­sches Gedankengut ist.
Diese Gruppen stel­len eine poten­zi­elle Gefahr für unsere Gesellschaft und die Innere Sicherheit dar. Wichtig ist, sich um diese Gruppen ange­mes­sen und kon­struk­tiv zu küm­mern und ihnen mög­lichst eine Perspektive in der Gesellschaft zu geben.

Versucht der Chefradakteur des Werbeanzeiger die obige Passage so zu deuten:

.. Die drei pro­gram­ma­ti­schen CDU-´ler for­dern eine Kontrolle der isla­mi­schen Gemeinden in Neuss..“

Aber es kommt noch „bes­ser“:

Zudem regen die drei Politiker auch eine stär­kere Bewaffnung der Polizei, … an.“

Tatsächlicher Text:

Wir for­dern hier­durch die beleh­rende und durch­grei­fende Präsenz von Polizei und Ordnungsamt, wenn es um die Einhaltung von ein­fa­chen Regeln eines gesell­schaft­li­chen Zusammenlebens geht.“

Die inhalt­li­chen Fragwürdigkeiten, Missdeutungen und Unterstellungen des Artikel im Werbeanzeiger las­sen sich wei­ter­hin belie­big „demas­kie­ren“, wel­ches die­sem dann zu viel und unan­ge­brachte Aufmerksamkeit zukom­men las­sen würde. 

Besser ist es, das Konzeptpapier sel­ber zu lesen und sich eine eigene Meinung zu bil­den. Ein direk­ter Vergleich ist empfehlenswert.

Konzeptpapier innere Sicherheit (pdf)

Vielleicht soll­ten man­che Mitglieder in der Neusser CDU ein­mal Wikipedia bemü­hen, um sich der Bedeutung des Wortes „Konzeptpapier” klar zu werden.

Konzept (von latei­nisch con­ci­pere ‚erfas­sen‘) bezeich­net in der deut­schen Alltagssprache einen vor­läu­fi­gen, nicht bis ins Detail aus­ge­führ­ten Plan. Es kann sich um ein Metamodell oder eine Entwurfsplanung han­deln, die eine über­ge­ord­nete oder eine vor­läu­fige Sicht zu einem spä­ter aus­zu­füh­ren­den Detailplan angeben.

In die­sem Sinne ...

Robert Schilken – Herausgeber Klartext​-NE​.de

(36 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

1 Kommentar

  1. Ja das ist doch nicht ver­wun­der­lich! Herr Möll läßt nichts unver­sucht, alles immer nach Gutdünken auf­zu­bau­schen und zu ver­dre­hen. Eine klare Linie ist da aber nicht erkenn­bar. Ich ver­mute, das hat was mit Lobbyarbeit zu tun.
    Getreu nach dem leicht abge­wan­del­ten Motto „wel­ches Süppchen ich grad ess, des­sen Lied ich sing” !

    Herr Möll und Herr Rosen lau­fen übri­gens gele­gentlch nachts ange­trun­ken mit jun­gen Mädchen durch die dunkle Nacht....(gesehen wor­den), des­we­gen ist er ja auch schon mehr­fach über­fal­len wor­den, wie er mal schrieb.

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