Dormagen: Mahnmal für die Opfer der Brandstiftung an der A57

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – An die Opfer der Brandstiftung unter der A57-​Brücke bei Dormagen-​Nievenheim erin­nert ab dem heu­ti­gen Freitag (1.4.) ein Mahnmal des Künstlers Holger Hagedorn.

Neben der Kapelle an der Autobahn-​Raststätte Nievenheim (Fahrtrichtung Neuss) wird seine Skulptur aus Relikten des Brandes zum stil­len Gedenken ein­la­den. In der Nacht zum 14. Februar 2012 hat­ten unbe­kannte Täter meh­rere Kunststoffrohre ent­zün­det, die unter der Brücke ord­nungs­ge­mäß abge­la­gert waren. Die auf­stei­gen­den schwar­zen Rauchwolken führ­ten zu einer Massenkarambolage auf der A57.

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Künstler Holger Hagedorn

Ein Toter und 15 Verletzte waren zu bekla­gen. Durch die Hitze des Brandes wurde die Brücke so stark beschä­digt, dass sie vor­über­ge­hend gesperrt wer­den musste. Während der Abrissarbeiten und der Errichtung zweier Behelfsbrücken waren rund 90 000 Pendler täg­lich von Umwegen betroffen.

Der Pulheimer Künstler Hagedorn schlug nach einer Besichtigung der Unglücksstelle vor, aus den Resten der Kunststoffrohre ein Mahnmal zu errich­ten. Dem stimm­ten der Landesbetrieb Straßen NRW, der für die Autobahn zustän­dig ist, und die Stadt Dormagen zu.

Ausstellungen in der Dormagener Rathaus-​Galerie und ein Symposion in der Pulheimer Friedenskirche infor­mier­ten die Bevölkerung über das unge­wöhn­li­che Kunstprojekt. Das Mahnmal besteht aus zwei flü­gel­för­mi­gen Relikten aus ver­schmol­ze­nem Kunststoff, Asphalt und Beton der Brücke.

Diese aus­drucks­star­ken Objekte erin­nern an den Tatort der Brandstiftung und die bekann­ten schlim­men Folgen“, so Hagedorn. Bei der Verwirklichung sei­nes Projektes hal­fen auch die Feuerwehr und der Chempark Dormagen mit. Das Mahnmal trägt eine Tafel mit der Inschrift: „KORPUS DELIKT A 57 – Den Opfern des Straßenverkehrs und der Brandstiftung vom Februar 2012” 

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