Kaarst: Informationsveranstaltung zu Flüchtlingsunterkünften im Ortsteil Kaarst

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Die Unterbringung von zuge­wie­se­nen Flüchtlingen beschäf­tigt die Stadt Kaarst auch im Jahr 2016.

Neben der mög­lichst dezen­tra­len Unterbringung in städ­ti­schen Flüchtlingsunterkünften oder in von pri­vat ange­mie­te­ten Wohnungen, wer­den auch leer­ste­hende Gewerbeobjekte umge­baut und für die Unterbringung von zuge­wie­se­nen Flüchtlingen genutzt. Ebenso die­nen zwei städ­ti­sche Sporthallen aktu­ell als pro­vi­so­ri­sche Flüchtlingsunterkünfte.

An den vom Stadtrat beschlos­se­nen wei­te­ren Standorten für städ­ti­sche Flüchtlingsunterkünfte „Am Hoverkamp“ und „Büttgener Straße“ star­ten in Kürze die ers­ten Baumaßnahmen für die Errichtung von wei­te­ren Wohnmodulen.

Am Standort Hoverkamp ist eine Belegung von 45 Personen geplant. Die Maximalbelegung gestat­tet bis zu 72 Personen. Beginn der Errichtung wird die zweite Hälfte April 2016 sein. Mit der Fertigstellung wird ca. sechs Wochen spä­ter zu rech­nen sein.

Für den Standort an der Büttgener Straße ist ein Termin für den Beginn der Bautätigkeit Mitte Juli 2016 vor­ge­se­hen. Auch hier rech­net die Verwaltung mit einer Dauer von ca. 6 Wochen bis zur Fertigstellung.

Am heu­ti­gen Dienstagnachmittag, den 15.03.2016, fan­den sich unge­fähr 40 Personen im Bürgerhaus Kaarst ein.

Seitens der Stadtverwaltung waren zuge­gen Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus, Erster Beigeordneter
Dr. Sebastian Semmler, Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart, Bereichsleiterin Ordnungsangelegenheiten und Bürgerbüro Brigitte Kaulen und der Bereichsleiter Schule, Sport, Soziales und Senioren Heinz Kiefer.

2016-03-15_Kaa_buergersprechstunde_017Auch in die­ser Veranstaltung ging es um die Themen Information, Standorte und Sicherheit. Es wurde sei­tens der Bürgerschaft bemän­gelt, dass nur wenige und unzu­rei­chende Informationen aus der Vorplanung an die Öffentlichkeit getra­gen wur­den. Auch die Wahl der Standorte und deren Kriterien bemän­gel­ten Anwohner.

Zu der letz­ten Thematik stelle der Erster Beigeordneter Dr. Sebastian Semmler unmiss­ver­ständ­lich klar: „Die Bürger wer­den nicht gefragt. Denn im Zweifelsfall wird nie­mand eine Flüchtlingsunterkunft als Nachbar wider­spruchs­los dul­den.” Auch führte Herr Semmler aus, dass Informationen natür­lich wei­ter­ge­ge­ben wer­den, wenn erkenn­bare Fakten oder kon­krete Informationen vorliegen.

Ein beson­de­res Augenmerk lag auf der Sicherheit von Frauen. Eine anwe­sende Dame äußerte sich über Ihr Unbehagen, wenn Sie Abends an der Haltestelle „Kaarster Bahnhof” aus­stei­gen müsste und sich in die­sem Bereich eine Gruppe Männer aus der Flüchtlingsunterkunft auf­hal­ten würde.

Nur zu gut sind die Erinnerungen der ver­gan­ge­nen Ereignisse prä­sent, wo Frauen „Freiwild” für mus­li­mi­sche Männer waren, deren Verständnis im Umgang mit dem weib­li­chen Geschlecht aus einer völ­lig inkom­pa­ti­blen Einstellung (zu der hie­si­gen) in deren Herkunftsländern geprägt wurde.

Daher waren die ers­ten fra­gen auch, ob Familien oder ein­zelne Männer in die Unterkünfte ein­zie­hen wer­den. Mit Familien, so hatte es den Anschein, gibt es nur wenig bis keine Vorbehalte.

Bewohner der Flüchtlingsunterkünften wer­den von ehren­amt­li­chen Helfern, psy­cho­lo­gisch geschul­ten Fachkräften und ggf. Wachdiensten betreut und über­wacht. So sol­len viele der mög­li­chen Komplikationen schon im Vorfeld ver­hin­dert werden.

Verständnis zeig­ten alle Vertreter der Stadtverwaltung für die Sorgen und Ängste der Bürger. Hierzu wurde fol­gen­der Rat gege­ben: „Sprechen Sie uns unbe­dingt sofort an, wenn etwas nicht so ist wie es sein sollte.” und bei mög­li­chen Straftaten: „Rufen Sie die Polizei unter 110 an.”

Ansprechpartner und Meldestelle ist der Ordnungs- oder Sozialamt. Dies wer­den ggf. die zustän­di­gen Stellen infor­mie­ren. Zentrale Rufnummer ist die 02131 987–0.

Nachbarn soll­ten ein­fach ver­su­chen auf die Flüchtlinge ein­zu­ge­hen und Kontakt suchen. Integration beginnt mit Kleinigkeiten und ist löst auf bei­den Seiten Hemmnisse und Vorbehalte auf.

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus: „Offen sein und auf diese Menschen zugehen.”

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