Das Kreisveterinäramt rät: Hunde im Frühling beim Spaziergang im Blick behalten

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das Kreisveterinäramt appel­liert an Hundehalter, ihre Tiere in den nächs­ten Wochen im Blick zu behal­ten und – wenn mög­lich – an die Leine zu nehmen. 

Grund ist der Schutz der jun­gen Wildtiere. „Auch Wanderer und Radfahrer, die abseits der Wege unter­wegs sind, gefähr­den den Ablauf von Brut und Aufzucht“, warnt Dr. Annette Kern vom Veterinäramt.

Insbesondere frei lau­fende Hunde sind eine Gefahr für alle jun­gen Tiere. Dr. Kern erklärt warum: „Die Elterntiere kön­nen durch die Witterung des Hundes erschre­cken und dadurch ihren Nachwuchs ver­nach­läs­si­gen. Rehkitze wer­den im schlimms­ten Fall von ihren Müttern nicht mehr ange­nom­men. Und boden­brü­tende Vogelarten wie Kiebitz und Brachvogel ver­las­sen ihre Gelege. Für die Brut bedeu­tet das nicht sel­ten den siche­ren Tod.“

Foto: Thinkstock / Stockbyte / Tom Brakefield / 200351365-001
Foto: Thinkstock /​Stockbyte /​Tom Brakefield /​200351365–001

Während der Feldhase bereits ab März bis in den Oktober Nachwuchs erwar­tet, kom­men die Rehkitze erst im Mai zur Welt. An den ers­ten Tagen noch nicht zur Flucht fähig, hocken diese dicht gedrängt am Wiesen- oder Feldboden und soll­ten nicht gestört wer­den. Deshalb soll­ten Hundebesitzer auch ohne offi­zi­elle Leinenpflicht die Vierbeiner zum Beispiel ent­lang von Feldern, Wiesen und Büschen anlei­nen. Wenn sie ihre Tiere frei lau­fen las­sen, soll­ten sie dar­auf ach­ten, dass diese mög­lichst auf dem Weg bleiben.

Darüber hin­aus rät Dr. Annette Kern: „Wer als Spaziergänger zufäl­lig auf Rehkitze oder Junghasen stößt, sollte sich ganz ruhig zurück­zie­hen und sie kei­nes­falls anfas­sen.“ Auch von ein­sa­men Jungtieren soll­ten Passanten sich nicht zu gut gemein­ten Hilfsaktionen ver­lei­ten las­sen. Denn auch wenn Jungtiere schein­bar ver­waist ange­trof­fen wer­den, hält sich die Mutter fast immer gut ver­bor­gen in der Nähe auf.

Interessierte erhal­ten wei­tere Informationen beim Veterinäramt des Rhein-​Kreises Neuss unter Telefon 02181 601‑3901.

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