Jüchen: Besuch des Montessorikinderhauses im Gemeindearchiv

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Am 8. März besuch­ten 12 Kinder des Montessorikinderhauses in Stessen gemein­sam mit ihren Erzieherinnen Jennifer Höfgen, Birgit Pasvantis und Praktikant David Knabben das Archiv der Gemeinde Jüchen.

Archivarin Christiane Skirde und Gemeindearchivar Dr. Axel Bayer zeig­ten den Kindern neben zahl­rei­chen Dokumenten auch alte Landkarten, Bilder und Gegenstände aus ver­gan­ge­nen Epochen. Hierbei erin­ner­ten einige an die frü­her in der Gemeinde stark ver­tre­tene Textilindustrie. Die Kinder ent­deck­ten, dass frü­her vie­les anders war: z. B. die Kleidung der Menschen und die Ernte auf den Feldern, die noch ohne den Einsatz von Maschinen vor­ge­nom­men wurde.

Den Kindern wurde bewusst, dass sich vie­les im Laufe der Zeit ver­än­derte und eine Geschichte hat. Die Bilder ermög­lich­ten den Vorschulkindern, Ereignisse in einem zeit­li­chen Kontext zu sehen, da sie noch keine dif­fe­ren­zierte Vorstellung von Zeit haben.

Foto: Gemeinde
Foto: Gemeinde

Christiane Skirde zeigte auch eine alte Zeitung, wel­che fast 100 Jahre alt ist. Obgleich das Lesen der Zeitung noch nicht mög­lich war, fiel den Kindern auf, dass deren Schrift anders aus­sieht als die heutige.

Hochinteressant war für die klei­nen Besucher auch die Rollregalanlage, die mit­tels eines Dreh-​Mechanismusses den Kindern einen Einblick in hun­derte lau­fende Archivmeter ermög­lichte. Hier wollte jeder natür­lich Hand anle­gen und selbst die Regalwände bewegen.

Überrascht waren auch die Erzieherinnen, dass ein Archiv mit sei­nen alten Schriften und Ordnern für Kinder nicht „staub­tro­cken“ ist. „An den Äußerungen der Kinder wäh­rend des Besuchs und spä­ter im Kindergarten konnte man mer­ken, wel­chen nach­hal­ti­gen Eindruck der Besuch bei ihnen hin­ter­las­sen hatte“, so Birgit Pasvantis.

Voller neuer Eindrücke kehr­ten die Kinder nach Stessen in ihre Kita zurück.

Jonas: „Ich habe das Wappen von Jüchen gese­hen. Das hat einen Mond, einen Stern und einen Schutzschild mit einem Monster (Jülicher Löwe) und eine große Kirche“.

Romeo: „Die Blätter darf man nicht so lange im Ordner las­sen, sonst wer­den sie alt, staub alt. Auf Fotos hab ich gese­hen, wie die Bauern frü­her aus­sa­hen. Sie tru­gen Zylinder und Hosenträger“.

Rebecca beim betrach­ten einer alten Schulschiefertafel: „Da war eine Tafel mit Streifen drauf, wo man drauf schrei­ben kann. Auf der Rückseite waren Vierecke zum Rechnen. Man brauchte die Tafel für die Schule und man bekam Ärger, wenn die Hälfte der Hausaufgaben ver­wischt war.“

Sina: „Da war ein gro­ßes Buch mit ganz vie­len Seiten und ein Zeitungsbuch. Eine Frau hat was erzählt über einen Ordner, der sehr alt ist und ganz dre­ckig war. Die Büroklammer und das Eisen war ganz alt und rostig“.

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