Rhein-​Kreis Neuss: Arbeitsgruppe inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit tagte im Kreishaus

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Rhein-​Kreis Neuss arbei­tet bei vie­len Themen eng mit den kreis­an­ge­hö­ri­gen Städten und Gemeinden und in der Region zusammen.

Ob bei der gemein­sa­men Adoptionsvermittlungsstelle, den Förderschulen, der Gewerbeüberwachung, der ört­li­chen Rechnungsprüfung oder der Einrichtung eines Gemeinsamen Chemischen Untersuchungsamtes, die Formen der inter­kom­mu­na­len Zusammenarbeit sind vielfältig.

Auf Antrag der Kreistagsfraktion UWG/​Die Aktive im Kreisausschuss tagte jetzt im Grevenbroicher Kreishaus eine Arbeitsgruppe für inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit aus Politik und Verwaltung. Noch vor der Verabschiedung des Kreishaushaltes sollte nach Auffassung von Antragsteller Carsten Thiel wei­tere Möglichkeiten für eine wirt­schaft­li­che Zusammenarbeit zwi­schen Kreis und Kommunen geprüft werden.

Landrat Petrauschke lud die Arbeitsgruppe für interkommunale Zusammenarbeit des Kreistages ins Grevenbroicher Kreishaus. Foto: M. Reuter, Rhein-Kreis Neuss
Landrat Petrauschke lud die Arbeitsgruppe für inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit des Kreistages ins Grevenbroicher Kreishaus. Foto: M. Reuter, Rhein-​Kreis Neuss

Die inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit leis­tet einen wich­ti­gen Beitrag dazu, auch im demo­gra­fi­schen Wandel wei­ter eine leis­tungs­fä­hige und bezahl­bare öffent­li­che Verwaltung zu bie­ten. Dennoch ist sie oft wie ein scheues Reh stän­dig auf der Flucht. Es bedarf gro­ßer Überzeugungsarbeit und eines lan­gen Atems”, machte Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke zu Beginn der Sitzung deut­lich. Peter Rauscher, bei der Kreisverwaltung zustän­dig für Controlling und Organisation, gab zunächst einen Überblick über den Stand der Kooperationen des Kreises, die seit 2005 kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­baut wur­den. In über 30 Feldern arbei­tet der Kreis bereits mit sei­nen Städten und Gemeinden zusam­men. Aktuell hat der Kreis mit der Stadt Meerbusch eine öffentlich-​rechtliche Vereinbarung zur Übernahme der Beihilfesachbearbeitung zum 1. April geschlos­sen und der Stadt Dormagen eine Kooperation der Musikschulen angeboten.

Dr. Gert Ammermann, finanz­po­li­ti­scher Sprecher der CDU-​Kreistagsfraktion, lobte die bis­he­ri­gen Kooperationen des Kreises, die den wirt­schaft­li­chen Vorteil durch die Zusammenarbeit bei den Städten und Gemeinden belasse. Zugleich machte er für die CDU deut­lich, dass Kooperationen nur im Konsens mit den Städten und Gemeinden erfol­gen und keine Einbahnstraßen in Richtung Kreis seien. Für Rainer Thiel MdL ist inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit nichts Neues und wird von der SPD-​Kreistagsfraktion geför­dert. Der Maßstab sei aber nicht nur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung: „Was bür­ger­nah erle­digt wer­den soll, muss in den Kommunen blei­ben.” Ohne Beeinträchtigung von Bürgernähe sehen Rolf Kluthausen, FDP, und Heiner Cöllen, CDU, Potenziale beim Feuerschutz und bei der Anschaffung von digi­ta­len Funkgeräten für die Feuerwehr. Kirsten Eickler, Linke-​Fraktionsvorsitzende wünscht sich eine stär­kere Koordinierung der Behindertenbeauftragten im Kreis und eine gemein­same Veranstaltung. Und Markus Roßdeutscher von der Freien Kreistagsgruppe sieht in der inter­kom­mu­na­len Zusammenarbeit auch ein Thema für die Wirtschaftsförderung. Von kon­kre­ten neuen Maßnahmen, die auch spür­bar zu Entlastungen im Kreishaushalt füh­ren, war zwar beim ers­ten Treffen der Arbeitsgruppe noch nicht die Rede. Aber vor­an­trei­ben wol­len Politik und Kreis die inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit auf jeden Fall.

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