Bildungsauftrag der Grundschule ist in Gefahr – Immer vol­lere Klassen = immer weni­ger Bildungsgerechtigkeit

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW for­dert, die Klassenobergrenze für Grundschulen bei 24 Kindern fest­zu­le­gen und Kinder mit son­der­päd­ago­gi­schen Förderbedarf dabei dop­pelt zu zählen.

Gerade lern­schwa­che und her­aus­for­dernde Lernende brau­chen feste Beziehungsstrukturen. Das ist bei Klassengrößen von 30 Kindern und mehr nicht mehr mög­lich“, sagte der Vorsitzende des VBE NRW, Udo Beckmann, bei einer Anhörung zur Inklusion heute im Landtag.

Zu volle Klassen gefähr­den den Bildungsauftrag der Grundschulen und füh­ren ange­sichts der gro­ßen Herausforderung der inklu­si­ven Beschulung von Kindern mit und ohne Handicap und zuge­wan­der­ten Kindern zu weni­ger anstatt mehr Bildungsgerechtigkeit“, sagte Beckmann.

Insbesondere Grundschulen haben den Auftrag, alle schul­pflich­ti­gen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule auf­zu­neh­men und sie dem Grad ihrer indi­vi­du­el­len Entwicklung ent­spre­chend zu fördern.

Für das gemein­same Lernen von behin­der­ten und nicht­be­hin­der­ten Kindern heißt das: Wenn jede Schule im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen not­wen­dige und sinn­volle Förderungen voll­zie­hen soll, so muss dies mit ent­spre­chen­den per­so­nel­len Ressourcen unter­mau­ert wer­den. Der VBE sieht es vor die­sem Hintergrund als beson­ders fatal an, dass fast 1000 der 3000 Grundschulen laut Landesregierung kei­nen Sonderpädagogen im System haben aber son­der­päd­ago­gisch prä­ven­tiv för­dern sollen.

Nicht ein­mal die Zusage, dass 50 Prozent des für die all­ge­mein­bil­den­den Schulen ver­blei­ben­den Stellenbudgets die Grundschulen erhal­ten, wird der­zeit ein­ge­hal­ten. Auf Grund der Tatsache, dass viele Klassen durch die hin­zu­kom­men­den Flüchtlingskinder bis an und über die Obergrenze gefüllt sind, ist es zuneh­mend nicht mehr mög­lich, dass Kinder, für die es gemäß ihrem Entwicklungsstand päd­ago­gisch erfor­der­lich wäre, ein drit­tes Jahr in der Schuleingangsphase ver­blei­ben kön­nen. Die Schuleingangsphase kann, je nach Entwicklungsstand der Kinder, in einem Jahr, in zwei Jahren oder in drei Jahren durch­lau­fen werden.

Quelle: Verband Bildung und Erziehung (VBENRW

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