TIPP: Per Telefon auf Kundenfang – Bei uner­wünsch­ten Werbeanrufen ein­fach auflegen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – (vz​-nrw​.de) Trotz Verbots erhal­ten Privatpersonen immer wie­der unge­be­tene Anrufe von Werbern, die im Auftrag von Firmen Strom- und Gasverträge, Geldanlagen, Versicherungen, Zeitungs-​Abos oder Verträge zum Telefonieren und Surfen an neue Kunden brin­gen wollen.

Die aus hei­te­rem Himmel Umworbenen wer­den am Telefon geschickt mit güns­ti­gen Konditionen oder lukra­ti­ven Vorteilen gekö­dert und kom­men mit mög­li­chen Einwänden erst gar nicht zu Wort. Auf diese Weise kalt erwischt las­sen sich viele arg­los oder genervt an der Strippe über­re­den, münd­lich einen Vertrag abzu­schlie­ßen oder ihre Kontoverbindung preiszugeben.

Doch Vertreter von Firmen dür­fen nur mit vor­her erteil­ter Einwilligung der Kunden anru­fen und ihre Angebote unter­brei­ten“, stellt die Verbraucherzentrale NRW klar. Zum Umgang mit uner­wünsch­ten Werbeanrufen hat die Verbraucherzentrale NRW fol­gende Tipps:

  • Telefonisch abge­schlos­sene Verträge sofort rück­gän­gig machen: Die wir­kungs­vollste Reaktion auf unge­wollte Belästigung an Telefon: Einfach auf­le­gen! Kunden, die die­sen Nerv dazu nicht hat­ten und die eine spon­tane Zusage am Telefon im Nachhinein bereuen, soll­ten recht­zei­tig – am bes­ten inner­halb von 14 Tagen – ihre Vertragserklärung per E‑Mail, Fax oder Brief wider­ru­fen. Denn Verträge, die wäh­rend eines Telefonats zustande gekom­men sind, kön­nen in der Regel inner­halb von zwei Wochen rück­gän­gig gemacht wer­den. Hat der Unternehmer es ver­säumt, Kunden kor­rekt – das heißt mit Nennung sei­ner Adresse, der Angabe von Beginn und Frist des Widerrufs sowie mit einer Belehrung über die Folgen – über ihr Widerrufsrecht zu infor­mie­ren, kann dem tele­fo­nisch zustande gekom­me­nen Vertrag noch län­ger wider­spro­chen werden.
  • Extra-​Regel bei Verträgen über Gewinnspiele: Telefonisch geschlos­sene Verträge über die Teilnahme an Versuchungen zum gro­ßen Glück sind nur gül­tig, wenn Angerufene einen Vertrag dazu nicht nur münd­lich an der Strippe, son­dern zusätz­lich noch in Textform, zum Beispiel schrift­lich per Fax oder per Brief – bestä­tigt haben. Wem unge­wollt ein Glücksspiel-​Abo unter­ge­ju­belt wurde, muss nichts tun – weder den Vertrag kün­di­gen noch den gefor­der­ten Betrag zahlen.
  • Gegen unzu­läs­sige Telefonwerbung vor­ge­hen: Wer sich von unauf­ge­for­der­ten Telefonaten beläs­tigt fühlt, sollte sich am bes­ten Namen der Firma und des Anrufers, das Datum, die Uhrzeit und den Grund des Anrufs notie­ren. Diese Daten kön­nen von Geplagten im Internet in ein Beschwerdeformular der Verbraucherzentrale NRW ein­ge­tra­gen wer­den – und zwar unter ver​brau​cher​zen​trale​.nrw/​t​e​l​e​f​o​n​w​e​r​b​ung. Die Verbraucherschützer kön­nen gegen die Firmen vor­ge­hen und sie auf­for­dern, künf­tig unge­be­tene Anrufe zu unter­las­sen. Meldungen von beläs­ti­gen­den Telefonanrufen nimmt auch die Bundesnetzagentur – zum Beispiel per E‑Mail an rufnummernmissbrauch@bnetza.de – entgegen.
  • Schutz vor uner­wünsch­ten Werbeanrufen: Um unver­mit­tel­ten Werbeattacken am Telefon von vorn­her­ein einen wirk­sa­men Riegel vor­zu­schie­ben, soll­ten Verbraucher ihre pri­vate Rufnummer mög­lichst nur an ver­trau­ens­wür­dige Personen wei­ter­ge­ben. Auch der per­sön­li­che Eintrag in öffent­lich ein­seh­bare Telefonbücher sollte über­dacht bezie­hungs­weise unter­las­sen werden.

Lässt sich der Ärger mit uner­wünsch­ten Werbeanrufen nicht auf eigene Faust bei­le­gen, hilft die per­sön­li­che Rechtsberatung der Verbraucherzentrale NRW vor Ort – Kontaktdaten im Internet unter www​.ver​brau​cher​zen​trale​.nrw/​b​e​r​a​t​u​n​g​-​v​o​r​-​ort

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