Dormagen, Meerbusch: Enkeltrickbetrüger schei­tern an auf­merk­sa­men Senioren

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – „Hallo, erkennst Du mich nicht? Ich bin es, deine Enkelin!” Mit die­sen Worten mel­dete sich am Dienstag (16.02.) eine bis­lang unbe­kannte Anruferin bei meh­re­ren Senioren in Dormagen und Meerbusch. 

Die Unbekannte sug­ge­rierte den zum Teil über 80-​Jährigen, eine Verwandte zu sein und sich in einer finan­zi­el­len Notlage zu befin­den. In den ange­zeig­ten Fällen benö­tigte sie für den Erwerb einer Eigentumswohnung drin­gend Bargeld in Höhe von meh­re­ren zehn­tau­send Euro.

So lang­sam hat es sich her­um­ge­spro­chen – hin­ter Geldforderungen am Telefon ste­cken oft betrü­ge­ri­sche Absichten. Beim soge­nann­ten „Enkeltrick” erhal­ten zumeist ältere Menschen Anrufe von einer Person, die sich als Verwandter aus­gibt und eine finan­zi­elle Notlage vortäuscht.

Die miss­traui­schen Opfer am Dienstag gin­gen nicht auf die Forderungen der Unbekannten ein, son­dern setz­ten sich mit ihren Familienangehörigen in Verbindung. Dabei stellte sich her­aus, dass es sich bei den Anrufern offen­sicht­lich um soge­nannte „Enkeltrickbetrüger” han­delte. Daraufhin infor­mier­ten die Senioren rich­ti­ger­weise die Polizei. Die Kripo hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men. Bislang lie­gen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor. Zu Geldübergaben ist es in den bekannt gewor­de­nen Fällen nicht gekommen.

Trotzdem die Täter immer öfter auf auf­ge­klärte Bürgerinnen und Bürger tref­fen, ver­zeich­net die Polizei wei­ter­hin regel­mä­ßig Betrugsversuche die­ser Art. Deshalb ist es wich­tig, auch zukünf­tig miss­trau­isch zu sein, wenn ein ver­meint­li­cher Verwandter am Telefon um Geld bit­tet. Allenfalls ein Rückruf über eine ver­traute, das heißt alt­be­kannte Nummer, kann ein wenig Sicherheit ver­schaf­fen, dass es sich bei dem Anrufenden tat­säch­lich um ein Familienmitglied handelt.

Den Trickbetrügern kann nur wirk­sam begeg­net wer­den, wenn poten­ti­elle Opfer die „Masche” ken­nen und wis­sen, wie sie sich im Fall eines sol­chen Anrufes ver­hal­ten sol­len. Es ist ent­schei­dend, nicht auf die Forderungen ein­zu­ge­hen und unmit­tel­bar im Anschluss an das Gespräch, die Polizei zu ver­stän­di­gen über die 02131–3000 oder über den Notruf 110. Die Angehörigen von älte­ren Menschen soll­ten drin­gend auf die Masche der Straftäter hin­wei­sen und den Senioren und Seniorinnen erklä­ren, wie sie sich in solch einem Fall ver­hal­ten sollen.

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