Tipp: Frische Luft rein, Feuchtigkeit raus – Richtiges Lüften ist gerade im Winter wichtig

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – (vz​-nrw​.de) Im Winter das Fenster auf­zu­ma­chen ist kein rei­nes Vergnügen – unge­müt­lich kann es wer­den, und wert­volle Heizenergie geht auch ver­lo­ren. Dennoch: 

Auch bei Kälte muss regel­mä­ßig für fri­sche Luft gesorgt wer­den. Sonst lei­det die Raumluftqualität und schlimms­ten­falls droht gesund­heits­schäd­li­cher Schimmel. Wie also die Luft hin­ein­be­kom­men, ohne den Raum auszukühlen?

Wer kann, sollte ruhig die Anschaffung klei­ne­rer oder grö­ße­rer mecha­ni­scher Helfer in Erwägung zie­hen. Auch von Hand aber ist ein effek­ti­ves Lüften mit ein wenig Disziplin in den meis­ten Wohnungen mög­lich. Die Verbraucherzentrale NRW hat zusam­men­ge­tra­gen, wor­auf zu ach­ten ist:

  • Kurz und effek­tiv: Die Fenster soll­ten in der Heizperiode immer nur für ein paar Minuten geöff­net wer­den, dafür aber mög­lichst weit. Während die­ses Stoßlüftens sollte die Heizung her­un­ter­ge­dreht wer­den. Wann die Zeit zum Lüften gekom­men ist, kann ein Hygrometer anzei­gen, das für wenige Euro erhält­lich ist: Im Winter sollte die rela­tive Luftfeuchte nicht lange über 50 Prozent lie­gen, da sich die Feuchtigkeit sonst leicht an kal­ten Wänden nie­der­schlägt und Schimmelwachstum för­dert. In schlecht gedämm­ten Häusern liegt die Gefahrengrenze oft schon bei 40 Prozent.
  • Mehrmals täg­lich: Nur mor­gens nach dem Aufstehen kurz zu lüf­ten, wenn die Wohnung ohne­hin noch kühl ist, reicht nicht. Denn erst nach dem Anheizen kann die Luft wei­tere Feuchtigkeit auf- und mit her­aus­neh­men. Und die Wassermenge, die her­aus­ge­lüf­tet wer­den muss, ist dank Waschen, Duschen, Kochen und Co. durch­aus statt­lich: In einem Vier-​Personen-​Haushalt sind das pro Tag zwi­schen sechs und zwölf Liter. Deshalb muss mehr­mals über den Tag ver­teilt gelüf­tet wer­den. Doch was tun, wenn nie­mand zuhause ist?
  • Durch die Wand: Schon Außenluftdurchlässe in der Wand oder im Fensterrahmen hel­fen, eine gleich­mä­ßige Lüftung sicher­zu­stel­len. Das ist vom Effekt her zu ver­glei­chen mit dem Zug durch Ritzen und Spalten – doch es ist kom­for­ta­bler, da der Zustrom bei Wind begrenzt wird. Manche Fensterfalzlüftungen wär­men die Luft sogar leicht vor, bevor diese in den Raum gelangt. Dennoch geht so immer ein Teil der Heizungswärme unge­nutzt verloren.
  • Mit Motor: Eine ener­gie­spa­rende Alternative ist eine kon­trol­lierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Sie nutzt die Wärme der her­aus­trans­por­tier­ten Luft, um die frisch her­ein­kom­mende vor­zu­wär­men. Natürlich kön­nen auch Anlagen ohne Wärmerückgewinnung für den not­wen­di­gen Luftaustausch sor­gen. Welche Lösung im Einzelfall sinn­voll ist, kann ein Lüftungskonzept vom Fachplaner auf­zei­gen, das im Neubau und bei ener­ge­ti­scher Sanierung auch vor­ge­schrie­ben ist. Näheres zu den ver­schie­de­nen Varianten von Lüftungsanlagen gibt es unter vz​-nrw​.de/​l​u​e​f​t​u​n​g​s​a​n​l​a​gen.
  • Effizient und leise: Bei der Wahl einer Lüftungsanlage soll­ten Käufer auf Effizienz, die pas­sende Größe und die Lautstärke ach­ten. Entsprechende Angaben fin­den sich auf dem Effizienzlabel mit den Klassen A+ bis G, das die meis­ten Lüftungsanlagen seit die­sem Jahr haben müs­sen. In wel­che Klasse ein Gerät fällt, hängt vor allem davon ab, wie viel Energie es theo­re­tisch gegen­über einer Lüftung mit geöff­ne­ten Fenstern ein­spart. Dabei wird der ver­mie­dene Wärmeverlust mit dem Stromverbrauch aufgerechnet.
  • Staatlich geför­dert: Für die meis­ten Wohnungslüftungsanlagen gibt es staat­li­che Fördermittel. Wer auf ein System mit Wärmerückgewinnung setzt, pro­fi­tiert dop­pelt, weil zusätz­lich Energie gespart wird. Wer gleich­zei­tig noch wei­tere Maßnahmen wie einen Fenstertausch umsetzt, bekommt die bes­ten Konditionen, denn er kann das „Lüftungspaket“ der staat­li­chen Förderbank KfW in Anspruch neh­men. Dann steigt der Gesamtzuschuss für alle för­der­fä­hi­gen Maßnahmen von 10 auf 15 Prozent der Kosten bezie­hungs­weise 7.500 Euro pro Wohneinheit. Auch in der Kreditvariante sind dann bis zu 6.250 Euro Tilgungszuschuss drin.

Individuelle Fragen zur pas­sen­den Lüftungslösung beant­wor­tet die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW – bei Ratsuchenden zu Hause (90 Minuten/​60 Euro) und in allen Beratungsstellen (30 Minuten/​fünf Euro). Termine gibt es unter www​.vz​-nrw​.de/​e​n​e​r​g​i​e​b​e​r​a​t​ung oder unter Telefon 0180 1 115999 (3,9 Cent/​Minute aus dem deut­schen Festnetz, mobil max. 42 Cent/​Minute) sowie in jeder Beratungsstelle.

Mehr Informationen gibt es unter www​.vz​-nrw​.de/​l​u​e​f​ten.

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