Rhein-Kreis Neuss: Nach Verstoß gegen Tiergesundheitsgesetz – Gerettete Hundewelpen finden jetzt neue Besitzer

Rhein-Kreis Neuss, Rommerskirchen – Illegaler Welpenhandel und ein Verstoß gegen das Tiergesundheitsgesetz führten dazu, dass das Kreisveterinäramt in der letzten Dezemberwoche 2015 zehn Hundewelpen in Quarantäne brachte.

„Die Hunde gehörten einem Grevenbroicher. Sie waren gerade mal sechs bis sieben Wochen alt und teilweise in einem so jämmerlichem Zustand, dass sie alle im Tierheim in Rommerskirchen-Oekoven aufgepäppelt, geimpft und entwurmt werden mussten“, berichtet Claudia Zerlik, Tierärztin beim Kreisveterinäramt.

Foto: Tierheim Oekoven / Rhein-Kreis Neuss
Foto: Tierheim Oekoven / Rhein-Kreis Neuss

In der letzten Woche gab das Veterinäramt grünes Licht für die weitere Vermittlung: Das Tierheim darf die zehn Hundebabys, die aus mindestens drei Würfen stammen – unter ihnen auch Jack Russell-Mischlinge – ab dem 22. Februar in private Hände geben. Schon in den letzten Wochen hatten Tierheim-Leiterin Uta Wegener und Tierpflegerin Petra Rebel mehrere Anfragen von interessierten Hundeliebhabern.

„Einen Großteil der Welpen konnten wir bereits vermitteln“, berichtet Petra Rebel. „Wer Interesse hat, meldet sich einfach bei uns. Wir schauen allerdings genau, in welche Hände wir die jungen Hunde geben.“ So sollten die Welpen nicht mehrere Stunden täglich allein bleiben und die künftigen Halter sollten sich darauf einstellen, dass die Mischlinge jede Menge Aufmerksamkeit brauchen, sehr aktiv sind und beschäftigt werden wollen.“ Außerdem zahlen die neuen Besitzer einen Kostenbeitrag in Höhe von jeweils 280 Euro – dafür haben die jungen Vierbeiner dann auch alle nötigen Impfungen bereits hinter sich.

Nachdem die Welpen vier Wochen Quarantänezeit gut überstanden hatten, waren sie fit für die Tollwut-Impfung. „Wir sind froh, dass sich die Welpen trotz des kritischen Zustands am Anfang so gut gemacht haben“, freut sich Claudia Zerlik. Sie war in den letzten Wochen mehrere Male vor Ort in Oekoven und ist überzeugt, dass die putzigen Welpen alle schnell ein neues Zuhause finden.

Gegen den Grevenbroicher Hundehalter wurde jetzt ein Tierhandelsverbot ausgesprochen. Ihn erwartet ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen tierschutz- und tierseuchenrechtliche Vorschriften. Außerdem muss er die Kosten der Hundeunterbringung im Tierheim tragen.

Wer Interesse an einem der Hundewelpen hat, wendet sich an das Tierheim Oekoven unter Telefon 02183 7592.

 

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