Neuss: Einsatzzahlen nach Zugende gin­gen leicht in die Höhe

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Neuss – Während des Kappessonntags-​Zuges hiel­ten sich die Einsätze der Hilfsorganisationen in der Neusser Innenstadt in Grenzen, nach Ende des när­ri­schen Lindwurms stie­gen sie wie auch in den ver­gan­ge­nen Jahren schon beob­ach­tet in die Höhe, so dass zeit­weise etwas mehr als die Hälfte der Fahrzeuge gleich­zei­tig im Einsatz war.

Karnevalistisch bedingt war eine Vielzahl von chir­ur­gi­schen Verletzungen, bei Sprüngen, beim Gehen auf dem Bürgersteig und bei den Vorführungen eines Tanzmariechens. Alle ende­ten mit einem umge­knick­ten Fuß bzw. einer Oberschenkelverletzung.

Bei den Fußverletzungen war gleich­zei­tig eine Menge an Alkohol im Spiel. In eini­gen weni­gen Fällen stan­den inter­nis­ti­sche Ursachen im Vordergrund, bei einem aku­ten Krampfanfall und zwei Kreislaufproblematiken kamen die Helferinnen und Helfer der Organisationen zunächst im Behandlungszelt und dann beim Transport in die Kliniken zum Einsatz.

Foto: Dieter Guderley, Johanniter
Foto: Dieter Guderley, Johanniter

Insgesamt waren in der zen­tra­len Versorgungsstelle am Freithof und den mobi­len Stellen weni­ger als fünf­zehn Hilfsaktionen erfor­der­lich. Bis 19:00 Uhr waren aller­dings 21 Einsätze – und damit drei mehr als im Vorjahr – mit Rettungsdienstfahrzeugen erfor­der­lich. Zweimal kam der Notarzt zum Einsatz, in sechs bzw. drei­zehn Fällen wur­den Kranken- und Rettungswagen benötigt.

Wurden im ver­gan­ge­nen Jahr keine Eltern bzw. Kinder ver­misst, musste in die­sem Jahr Ausschau nach drei Kindern gehal­ten wer­den, ein acht- und zehn­jäh­ri­gen Pärchen wurde nach knapp zwei Stunden von den Eltern wie­der­ge­fun­den, im ande­ren Fall konnte das Kind inner­halb von weni­gen Minuten von den Helfern wie­der an die Eltern gege­ben werden.

Insgesamt waren in die­sem Jahr 105 Einsatzkräfte von Johannitern, Maltesern, Rotem Kreuz sowie THW und Notfallseelsorge im Einsatz, nach 20 Uhr blei­ben zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug wei­ter­hin im Bereich Zeughaus ein­satz­be­reit und unter­stüt­zen damit den Regelrettungsdienst.

Bei den Maltesern waren neun Helfer aus der Stadtgliederung Passau mit im Einsatz, die die hie­si­gen Sanitäter durch einen Kontakt bei der Flüchtlingshilfe ken­nen gelernt haben, da sie in den letz­ten Wochen regel­mä­ßig als sani­täts­dienst­li­che Zugbegleiter für Flüchtlingsbeförderungen von Passau nach NRW unter­wegs gewe­sen sind. Dort hat man sich ange­freun­det und hat die Passauer Helfer nach Neuss zum Karneval ein­ge­la­den. Neben Stadtführungen und Karnevalparty sind sie eben auch beim Kappessonntagszug ein­ge­setzt worden.

Die Gesamtleitung über das Personal hat­ten Peter Zimmermann von den Johannitern, Björn Himmel vom Deutschen Roten Kreuz und Tim Gladis von den Maltesern.

Als Dank für den ehren­amt­li­chen Einsatz hat der Karnevalsausschuss in die­sem Jahr vier Sessionsorden über­reicht. Diese wur­den dank­bar und stell­ver­tre­tend für die betei­lig­ten Ehrenamtler der Hilfsorganisationen ent­ge­gen genom­men von Joanna Navrati von den Maltesern, Britta Anschlag vom Deutschen Roten Kreuz sowie Eric Heiertz und Berhard Stöcker von den Johannitern.

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