Rommerskirchen: Bürgermeister Dr. Martin Mertens legt 11 Punkte Programm „Sicherheit und Integration” vor

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Rommerskirchen – Mertens: „Die Flüchtlingssituation stellt die Kommunen vor große Herausforderungen. Neben dem vor­dring­li­chen Problem der Unterbringung ist es vor allem die Frage der Integration, die in Zukunft im Focus ste­hen wird.”

Daneben gibt es in der Bevölkerung ein wach­sen­des Gefühl der Unsicherheit. Dass es sich dabei ins­be­son­dere um „gefühlte” Unsicherheit han­delt, bestä­ti­gen die jähr­li­chen Berichte der Kreispolizeibehörde zur Kriminalitätsstatistik.

Mertens: „Gleichwohl neh­men wird die Ängste der Menschen ernst.”

von links: Rechtsamtsleiterin Juliane Paefgen, Bürgermeister Martin Mertens und Bele Hoppe, Wirtschaftsbüro.
von links: Rechtsamtsleiterin Juliane Paefgen, Bürgermeister Martin Mertens und Bele Hoppe, Wirtschaftsbüro.

Das große Thema Integration wird an ver­schie­de­nen Stellen ange­packt. Rommerskirchen setzt hier sehr stark auf die Verzahnung von ehren­amt­li­chem Engagement und den haupt­amt­li­chen Kräften im Rathaus.

Ganz wich­tig ist der Erwerb der deut­schen Sprache. „Mertens: „Sprache ist der Schlüssel zu allem.”

Beim Thema Sicherheit wird es v.a. zwei Schwerpunkte geben. Bahnhöfe gehö­ren gene­rell als poten­ti­el­ler Angstraum. Daher wir die Gemeinde künf­tig beson­ders sen­si­ble Bereiche video­über­wa­chen. Zudem wer­den bestimmte Bereiche künf­tig bes­ser aus­ge­leuch­tet wer­den. Als erste Maßnahme sind neue Leuchten am Bahnhof instal­liert wor­den. Weitere Bereiche sol­len folgen.

Das Rommerskirchener Ordnungsamt wird zudem künf­tig mehr Präsenz auf der Straße zei­gen. Hierzu wird ein neues Fahrzeug mit ent­spre­chen­der Markierung angeschafft.

Das 11. Punkte Programm im Einzelnen:

Integration

  1. Mehr Plätze für Flüchtlingskinder in Schulen und Kitas 

Beste Bildung ist die Grundlage für Integration: Gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum und in Absprache mit der Schulaufsicht des Rhein-​Kreises Neuss wer­den Seiteneinsteigerklassen gebil­det, um junge Flüchtlinge schnellst­mög­lich beschu­len zu kön­nen und ihnen die deut­sche Sprache bei­brin­gen zu kön­nen. Darüber hin­aus wer­den durch die Erweiterung der Kindertagesstätten zusätz­li­che Plätze geschaf­fen, die auch für Flüchtlingskinder zur Verfügung ste­hen. Das Amt für Schule, Kinder und Jugend wird auch zu die­sem Zweck per­so­nell verstärkt.

  1. Zusätzliche Sprachkurse für die Erwachsenen Flüchtlinge

Neben den Sprachkursen bei der VHS Dormagen, der VHS Grevenbroich und der VHS Neuss rich­tet die Gemeinde Rommerskirchen auch eigene Sprachkurse ein, um mög­lichst vie­len Flüchtlingen die Deutsche Sprache, Kultur, Gesetze, Normen und Werte beizubringen.

Daneben gibt es eine Vielzahl von ehren­amt­lich durch­ge­führ­ten Sprachkursen, die vom Rathaus koor­di­nie­rend beglei­tet werden.

  1. Integrationshelfer

Hauptamtliche Integrationshelfer küm­mern sich um die Flüchtlinge und stel­len den Kontakt zu den ehren­amt­li­chen Integrationshelfern her. Dabei geht es auch um die Lösung der Alltagsprobleme von Flüchtlingen.

In die­sem Rahmen wer­den z.B. auch Infoveranstaltungen für Flüchtlinge zu Traditionsveranstaltungen wie Karneval und Schützenfest durchgeführt.

  1. Arbeitsplätze nach §5 Asylbewerberleistungsgesetz

Die Gemeinde rich­tet zunächst sechs Arbeitsplätze nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz ein. Die Bezahlung von 1,05 pro Stunde wird aus dem Sozialhaushalt über­nom­men. Neben Tätigkeiten auf dem Bauhof oder in der Verwaltung steht der inte­gra­tive Charakter im Vordergrund.

  1. Betreuung der ehren­amt­li­chen Flüchtlingshelfer durch ein haupt­amt­li­ches Koordinationsteam 

Drei haupt­amt­li­che Koordinatoren, die im Stab des Bürgermeisters ange­sie­delt sind, koor­di­nie­ren die Arbeit der ehren­amt­li­chen Helfer. Somit wird eine grö­ßere Effizienz der Flüchtlingshilfe erreicht.

Im Rathaus wird regel­mä­ßig ein „Runder Tisch” der ehren­amt­li­chen Alltagshelfer und den Koordinatoren aus der Verwaltung durch­ge­führt, um die Tätigkeiten opti­mal auf­ein­an­der abzustimmen.

Sicherheit

  1. Stärkung des Ordnungsamtes und der Ordnungspartnerschaft mit der Polizei durch ein neues, gemein­de­fi­nan­zier­tes Fahrzeug

Die Bezirksstelle der Polizei in Rommerskirchen ist nur mit einem Beamten und ohne Fahrzeug aus­ge­stat­tet. Mehrfache Anfragen beim Landrat als Leiter der Kreispolizeibehörde haben in der Vergangenheit nicht zu einer Verbesserung geführt.

Durch ein neues Dienstfahrzeug, das die Gemeinde Rommerskirchen anschafft und eine per­so­nelle Stärkung des Ordnungsamtes soll mehr Präsenz auf der Straße erreicht werden.

  1. Videoüberwachung beson­ders gefähr­de­ter Bereiche 

Auch wenn der Rommerskirchener Bahnhof all­ge­mein als sicher gilt, hat es auch hier schon kri­mi­nelle Vorfälle gege­ben. Wir wol­len ver­mei­den, dass der Bahnhof zum Angstraum wird. Deswegen sol­len beson­ders sen­si­ble Bereiche video­über­wacht werden.

  1. Betreuung von grö­ße­ren Unterkünften durch (Sicherheits-)Personal

Die Verteilung der Flüchtlinge in der Gemeinde Rommerskirchen erfolgt in ers­ter Linie dezen­tral in Wohnungen und klei­ne­ren Unterkünften.

Sollte die Gemeinde in Zukunft gezwun­gen sein, an ein­zel­nen Orten mehr als 50 Personen unter­brin­gen zu müs­sen, etwa in einer ehe­ma­li­gen Gewerbehalle oder in grö­ße­ren Containeranlagen, wird es dort Sicherheitspersonal geben, das auch Ansprechpartner für die Bevölkerung und die dort unter­ge­brach­ten Personen ist.

  1. Intensiver Kontakt zur Polizei und kon­se­quente Verfolgung von Hinweisen auf Straftaten

Da die Bezirksstelle der Polizei mit nur einem Beamten aus­ge­stat­tet ist, befin­det sich die Gemeindeverwaltung stets in engem Austausch mit der Polizeibehörde im Rhein-​Kreis Neuss. Das Ordnungs- sowie das Rechtsamt arbei­ten für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Bemühungen zah­len sich aus: Dank der guten und inten­si­ven Zusammenarbeit konn­ten in der Vergangenheit über­durch­schnitt­lich viele Straftaten auf dem Gemeindegebiet ver­folgt und auf­ge­klärt werden.

  1. Aufhebung von Angsträumen durch hel­lere Beleuchtung 

Durch den direk­ten Kontakt zu den Rommerskirchener Bürgerinnen und Bürgern, nimmt die Gemeinde Sorgen und Beschwerden sehr ernst. Am bes­ten reagiert man auf sol­che Äußerungen jedoch, indem man prä­ven­tiv tätig wird. Durch die Aufhebung von Angsträumen durch gezielte Anbringung von hel­ler Beleuchtung soll sich das Sicherheitsgefühl ver­bes­sern. In einer ers­ten Maßnahme wurde bereits der Bahnhofsvorplatz mit zusätz­li­chen Leuchtmitteln aus­ge­stat­tet. Im Laufe der nächs­ten Wochen sol­len wei­tere poten­ti­elle Angsträume auf dem Gemeindegebiet besei­tigt werden.

  1. Mängelmelder

Seit län­ge­rem bie­tet die Gemeinde im Internet unter www.rommerskirchen.,de einen Mängelmelder an. Hier kön­nen besorgte Bürgerinnen und Bürger Missstände unkom­pli­ziert mitteilen.

Bei Fragen rund um das Thema „Flüchtlinge“ ste­hen im Rathaus meh­rere Ansprechpartner zur Verfügung; sie sind unter fluechtlingshilfe@rommerskirchen.de erreichbar.

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