ÖKO-​TEST – Vergleichsportale – Falsche Freunde

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das ÖKO-​TEST-​Magazin hat in der aktu­el­len Februar-​Ausgabe Internetportale für Kredite, Stromtarife und Kfz-​Versicherungen unter die Lupe genommen.

Es zeigte sich, dass bei den Angebotsvergleichen sehr viele Fallen auf den Verbraucher war­ten. Das Resümee der Untersuchung: Finger weg von den erst­bes­ten Vergleichsergebnissen.

An Vergleichsportalen im Internet kommt heute kei­ner mehr vor­bei, wenn man sich einen Überblick ver­schaf­fen und spa­ren will.

Doch ÖKO-​TEST macht dar­auf auf­merk­sam, dass Firmen wie Check24, Finanzcheck und Verivox keine Verbraucherschützer, son­dern Wirtschaftsunternehmen sind, die sich über die Provisionen der Produktanbieter finanzieren.

Es emp­fiehlt sich, unbe­dingt meh­rere Portale zu nut­zen und die Suchergebnisse zu ver­glei­chen. Denn die ÖKO-​TEST-​Analyse bewies etwa, dass die Angebote sehr unter­schied­lich aus­fal­len. Verbraucher soll­ten sich auch vor Lockangeboten in Acht neh­men. Beispiel Kreditvergleich: Hier lis­te­ten die Portale Superzinsen auf. Doch die Schnäppchen gal­ten nur für Kunden mit kaum zu errei­chen­der Topbonität. Tatsächlich wurde nach Eingabe der per­sön­li­chen Daten aus dem Zinssatz von 2,45 Prozent dann ein per­sön­li­ches Angebot mit saf­ti­gen 4,15 Prozent.

Ärgerlich ist aber auch, wie mit per­sön­li­chen Daten umge­gan­gen wird: So löste die Abfrage bei den fünf Vergleichsportalen eine Lawine von Angeboten aus, die von den Portalen oder direkt von den Banken kamen. Auf einer nur für einen Tester ein­ge­rich­tete Handynummer gin­gen ins­ge­samt 27 Telefonanrufe und Nachrichten ein. Zudem sank für beide Tester infolge der Kreditanfrage über die Vergleichsportale leicht der Schufa-​Wert. Dafür ist eine Anfrage von Auxmoney verantwortlich.

ÖKO-​TEST ent­deckte des Weiteren einige Fehler. Bei den Stromtarif-​Vergleichen stimm­ten etwa auf kei­nem Portal alle Preise mit denen der Stromanbieter über­ein. Auch bei den Kfz-​Vergleichen wurde das Verbrauchermagazin fün­dig: Hier konnte der Kunde bei einem Anbieter etwa den Leistungsfilter auf „Neuwertentschädigung von min­des­ten 18 Monaten“ ein­stel­len. Im Ergebnis erschie­nen aber auch Tarife, die bei einem Diebstahl des Fahrzeugs nur für zwölf Monate zahlen.

Das ÖKO-​TEST-​Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Zeitschriftenhandel.

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