Von Kopf bis Fuß auf gefahr­los ein­ge­stellt – Schmink- und Kostümtipps zu Karneval

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Robert Schilken, Herausgeber



(ver​brau​cher​zen​trale​.nrw) Verballhornte Promis, Superhelden, Spaßmacher, Fantasy-​Figuren und Grusel-​Typen bestim­men von nun an bis Aschermittwoch das Straßenbild im Karneval. 

Wer in die Rolle eines Akteurs der hel­len oder dunk­len Seite der Macht aus den Star-​Wars-​Filmen schlüpft oder lie­ber als quietsch­gel­ber Minion durch die Gegend tollt, greift für seine Verwandlung tief in den bun­ten Schminktopf und ver­än­dert sein Outfit von Kopf bis Fuß.

Doch Farb- und Konservierungsstoffe in der Schminke und schäd­li­che che­mi­sche Substanzen in Kostümen kön­nen Gesichts- und Körperhaut emp­find­lich rei­zen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Ein bun­tes und beden­ken­lo­ses Treiben ohne gerö­tete Haut gelingt an den tol­len Tagen mit fol­gen­den Tipps:

  • Natürliche Farbenpracht auf die Haut: Karnevalsschminke als zer­ti­fi­zierte Naturkosmetik ist frei von Paraffinen, Silikonen, Polyethylenglykolen (PEG) und vie­len ande­ren syn­the­ti­schen Inhaltsstoffen, die Haut und Umwelt belas­ten kön­nen. Zu erken­nen ist Naturkosmetik etwa am BDIH- oder dem NATRUE-​Siegel, das ein Frauengesicht im Profil zeigt. Mittlerweile wer­den die bun­ten Farben auf natür­li­cher Basis nicht nur in Bioläden, son­dern auch in eini­gen Drogeriemärkten angeboten.
  • Studium der Inhaltsstoffe nützt: Für Allergiker ist die Lektüre der Ingredienzien beson­ders wich­tig. Die Inhaltsstoffe sind meist auf der Verpackung eines Produkts unter „Ingredients“ ein­zeln auf­ge­lis­tet. Bei klei­nen Tiegeln, Tuben und Stiften müs­sen die Händler die Information über die ent­hal­te­nen Inhaltsstoffe am Verkaufsregal bereit­stel­len. Wer diese Information nicht fin­det, sollte im Geschäft nachfragen.
  • Vollschminke mit Wasser statt Fett: Beim Kauf soll­ten Jecken Schminktöpfe mit Aquafarben – am bes­ten aus dem Naturkosmetikregal – bevor­zu­gen. Die Naturprodukte wer­den in vie­len Farbtönen ein­zeln oder als kom­plet­ter Malkasten ange­bo­ten und wie Wassermalfarben mit Pinsel oder Schwamm auf­ge­tra­gen. Anders als Farben auf Paraffinbasis dich­ten Wasserfarben die Poren nicht ab und bie­ten daher Pickeln und Mitessern weni­ger Wachstumschancen. Weiteres Plus: Das Abschminken geht ganz ein­fach mit Wasser und Seife.
  • Maskerade fürs Gesicht: Viele Narren erschre­cken andere gern mit Hexennase oder Monstermaske. Wenn die Kunststoffverkleidungen fürs Gesicht jedoch starke Gerüche aus­strö­men, soll­ten poten­zi­elle Träger von einem Kauf selbst zurück­schre­cken. Übelriechende Ausdünstungen sind untrüg­li­che Hinweise auf gesund­heits­schäd­li­che Stoffe in der künst­li­chen Gesichtsmaskerade. Eine sol­che Maskierung stun­den­lang zu tra­gen und deren Dämpfe ein­zu­at­men, ist nicht zu emp­feh­len. Eine prima Alternative sind Masken aus Pappmaché. Wer keine kau­fen, son­dern sich selbst einen Mummenschanz fürs Gesicht bas­teln will, ist gesund­heit­lich auf der siche­ren Seite und stiehlt außer­dem Konkurrenten mit einem x‑beliebigen Plastikgesicht die när­ri­sche Show.
  • Blick durch fal­sche Linsen: Von roten Vampiraugen bis zu kat­zen­för­mi­gen Pupillen las­sen sich mit Spaß-​Kontaktlinsen dra­ma­ti­sche Effekte erzie­len. Wie bei opti­schen Sehhilfen ist auch bei den Spaß-​Linsen eine sorg­fäl­tige Hygiene not­wen­dig, um Infektionen der Augen zu ver­mei­den. Denn Farben und Muster machen die Linsen luft­dicht. Die Hornhaut des Auges quillt durch den Sauerstoffmangel bei län­ge­rem Tragen auf. Dadurch kann die Sehfähigkeit Schaden neh­men. Wer Spaß-​Linsen ver­wen­det, sollte sie also nur kurz­zei­tig tra­gen. Speziell geformte Pupillen, wie etwa schmale Katzenaugen, kön­nen zudem das Sichtfeld ein­schrän­ken. Das ist beim Kamellesammeln hin­der­lich, im Straßenverkehr sogar gefähr­lich. Damit der Gebrauch der Fun-​Artikel nicht ins Auge geht, soll­ten Optiker oder Augenärzte vor einer Anschaffung um medi­zi­ni­schen Rat gefragt werden.
  • Kostümierung von Kopf bis Fuß: Im Straßenkarneval kann es heiß her­ge­hen – aber wenn das Kostüm Feuer fängt, wird‘s schnell für Leib und Leben gefähr­lich. Kostüme, Masken, Bärte und Perücken aus Kunststoff – etwa aus Polyester und Nylon kön­nen leicht Feuer fan­gen, wenn die Produkte unbe­han­delt und nicht als „schwer ent­flamm­bar“ gekenn­zeich­net sind. Ein Sicherheitsabstand zu Funken und Flammen ist beim Tragen von Kostümen mit oder aus Kunststoffmaterialien ange­bracht. Tipp: Leggings und T‑Shirts drun­ter hal­ten nicht nur warm, son­dern schüt­zen die Haut auch vor Schadstoffen in der Verkleidung.

Nicht nur für die tol­len Tage hat die Umweltberatung in den ört­li­chen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW Infos zu Schadstoffen in Kosmetik und ande­ren Alltagsprodukten parat. Adressen im Internet unter www​.vz​-nrw​.de/​u​m​w​e​l​t​b​e​r​a​t​ung.

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