Dormagen: Landfrauen for­dern mehr Aufmerksamkeit für die Betriebe

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Besuch von gleich 70 Landfrauen erhielt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Aus dem gesam­ten Rhein-​Kreis Neuss und der Stadt Mönchengladbach ström­ten die weib­li­chen Gäste ins Rathaus.

Der Grund: Der Kreisverband der Landfrauen unter­nahm sei­nen Jahresausflug nach Dormagen und ver­band dies mit einer zwei­stün­di­gen Gesprächsrunde im Ratssaal. „Unser Motto ist: Wir mischen uns ein“, sagte Kreisvorsitzende Edelgard Stahl-​Kamerichs. Gemeinsam mit den ande­ren Mitgliedern freute sie sich, dass der Bürgermeister sich viel Zeit nahm, um mit ihnen über viel­fäl­tige Themen zu diskutieren.

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Organisiert wurde der Ausflug vom Ortsverband Dormagen. „Wir haben 95 Mitglieder. Davon sind die Hälfte sel­ber Bäuerinnen und die andere Hälfte Frauen, die der Landwirtschaft nahe ste­hen“, erläu­terte Ortsvorsitzende Maria Decker aus Hackenbroich.

Nach einer kur­zen Einführung zu Dormagen ging es in der Gesprächsrunde unter ande­rem um den neuen Flächennutzungsplan für das Stadtgebiet. Die Landfrauen sor­gen sich, dass künf­tig wei­te­res Ackerland für die ört­li­chen Betriebe ver­lo­ren geht. „Flächen sind heute eine der kost­bars­ten Ressourcen. Wir brau­chen sie drin­gend für wei­tere Gewerbeansiedlungen, für neuen Wohnraum und auch für die Belange des Naturschutzes“, sagte Lierenfeld. Die Interessen der Landwirtschaft seien dabei eben­falls zu berück­sich­ti­gen. „Ich kann nicht ver­spre­chen, dass keine wei­te­ren Ackerflächen mehr bebaut wer­den, aber wir wer­den behut­sam sein und dar­auf ach­ten, dass Betriebe in ihrer Existenz nicht gefähr­det wer­den“, erklärte der Bürgermeister.

Ein Lob bekam die Stadt von den Landfrauen dafür, dass sie künf­tig wie­der 100 000 Euro jähr­lich für die Erneuerung von Wirtschaftswegen bereit­stellt. Mehr Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft for­derte die Nievenheimerin Hildegard Leuffen. „Wir sind ein wich­ti­ger Wirtschaftsfaktor und bin­den mit unse­ren Waren Kaufkraft in der Region. Außerdem sind die Höfe ein bedeu­ten­des Kulturgut“, sagte sie. Die Stürzelbergerin Christa Kallen machte die Bedeutung schnel­le­rer Internetverbindungen für die oft außer­halb der Ortschaften gele­ge­nen Betriebe deut­lich. Ein beson­de­res Dankeschön rich­tete der Bürgermeister an die ört­li­che Landwirtschaft dafür, dass sie ihre Höfe immer wie­der auch für Kindergärten und Schulklassen öff­net. „Die Betriebe tun sehr viel, damit unsere Jugend nicht die Verbindung zur Natur ver­liert“, sagte er.

Nach dem Rathausempfang führte der Stürzelberger Archäologe Jost Auler die Landfrauen durch das römi­sche Dormagen. Mit einer gemüt­li­chen Kaffeetafel endete dann das Treffen.

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